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ROUNDUP: E.ON will durch Gazprom-Kooperation Gasversorgung sichernDPA-Datum: 2004-07-09 13:51:54

DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Der Energiekonzern E.ON < EOA.ETR > will durch eine stärkere Zusammenarbeit mit dem russischen Gaskonzern Gazprom seine eigene Erdgas-Produktion sichern. Der Konzern wolle künftig 15 bis 20 Prozent seines Gases selbst produzieren, sagte Vorstandschef Wulf Bernotat am Freitag bei einer Telefonkonferenz. Bislang produziert E.ON in Norwegen und Großbritannien.

DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Der Energiekonzern E.ON < EOA.ETR > will durch eine stärkere Zusammenarbeit mit dem russischen Gaskonzern Gazprom seine eigene Erdgas-Produktion sichern. Der Konzern wolle künftig 15 bis 20 Prozent seines Gases selbst produzieren, sagte Vorstandschef Wulf Bernotat am Freitag bei einer Telefonkonferenz. Bislang produziert E.ON in Norwegen und Großbritannien.

Am Donnerstag hatten E.ON und Gazprom eine Vertiefung ihrer Geschäftsbeziehungen angekündigt. Geplant ist unter anderem der Bau einer neuen Gaspipeline, mit der russisches Erdgas nach Europa transportiert werden soll, und die gemeinsame Erschließung von Gasfeldern in Russland. Die Details der vertieften Zusammenarbeit sollen laut Bernotat bis Ende 2005 ausgearbeitet werden. Er bezeichnete die Vereinbarung von Donnerstag als einen "ersten Schritt".

BETEILIGUNGS-TAUSCH

E.ON will in die gemeinsamen Projekte vor allem Beteiligungen einbringen. Es handele sich um einen "Beteiligungstausch und nicht um einen Cash-Deal", sagte Bernotat. Möglich sei auch die Einbringung von Gazprom-Anteilen. E.ON hält über seine Tochter Ruhrgas 6,5 Prozent der staatlich kontrollierten Gesellschaft. Eine Aufstockung der Beteiligung schloss Bernotat aus. Ein solcher Schritt sei nicht geplant.

Bei der Telefonkonferenz nannte der Konzernchef erste geplante Projekte. So wollen E.ON und Gazprom gemeinsam in Westsibirien ein Gasfeld erschließen. Dafür sei eine Gesamtinvestition von rund eine Milliarde Euro nötig, sagte Bernotat. Das Gasfeld sei mit einer Produktionsleistung von bis zu 25 Milliarden Kubikmetern Gas pro Jahr eines der interessantesten Produktionsstätten Russlands.

Die Kosten für die geplante Pipeline durch die Ostsee bezifferte Bernotat auf 2 bis 2,4 Milliarden Euro. Wie viel davon auf E.ON entfallen sollen, ließ er offen. Der Vorstandsvorsitzende zeigte sich offen für die Beteiligung von anderen Unternehmen an dem Projekt. Es sei nicht unwahrscheinlich, dass andere Gesellschaften dazu eingeladen werden könnten. Dies sei bei solchen Projekten üblich. Die BASF-Tochter < BAS.ETR > Wintershall hat bereits Interesse signalisiert./

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