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ROUNDUP: EADS Raumfahrt will 2004 dreijährige Verlustphase beenden

Bremen (dpa-AFX) - Der europäische Luftfahrt-Konzern EADS will in diesem Jahr mit seiner Weltraum-Sparte in die Gewinnzonezurückkehren. Nach Personalabbau und Umstrukturierungen solle zumindest "eineschwarze Null" erreicht werden, sagte der Präsident von EADS SpaceTransportation, Josef Kind, am Dienstagabend in Bremen. Die Aktie des im MDAX notierten Unternehmens kletterte bis 14.20 Uhr um 3,81 Prozent auf22,33 Euro. Der MDAX gewann im gleichen Zeitraum 0,56 Prozent auf 4.992,83Punkte.

Bremen (dpa-AFX) - Der europäische Luftfahrt-Konzern EADS will in diesem Jahr mit seiner Weltraum-Sparte in die Gewinnzonezurückkehren. Nach Personalabbau und Umstrukturierungen solle zumindest "eineschwarze Null" erreicht werden, sagte der Präsident von EADS SpaceTransportation, Josef Kind, am Dienstagabend in Bremen. Die Aktie des im MDAX notierten Unternehmens kletterte bis 14.20 Uhr um 3,81 Prozent auf22,33 Euro. Der MDAX gewann im gleichen Zeitraum 0,56 Prozent auf 4.992,83Punkte.

In Deutschland sei der Abbau von 1.000 der 4.000 Stellen fast abgeschlossen,europaweit müssten 2.700 der 13.700 Beschäftigten gehen, sagte Kind. Den Verlustseit 2001 bezifferte er auf eine Milliarde Euro bei einem Umsatz von 7,5Milliarden Euro.

TRÄGERRAKETE ARIANE STÄRKSTE SÄULE

Der Bau der europäischen Trägerrakete Ariane laut Kind zur Zeit die stärksteSäule des Raumfahrtgeschäftes der European Aeronautic Defence and Space Company(EADS). Im deutschen EADS-Kompetenzzentrum in Bremen sollen bis 2009 nach seinenWorten 30 Oberstufen für die Ariane 5 im Gesamtwert von drei Milliarden Europroduziert werden. Um gegenüber den Raketenbauern in den USA und Russlandkonkurrenzfähig bleiben zu können, musste EADS die Kosten laut Kind durcherhebliche Umstrukturierungen um 40 Prozent reduzieren: "Wir haben das Systemauf den Kopf gestellt."

Ebenfalls in Bremen sollen in den kommenden Jahren sechs so genannteAutomatische Transport Vehikel (ATV) zur Versorgung der internationalenRaumstation ISS gebaut werden. Der erste ATV werde bereits im Oktober 2005starten; danach soll alle eineinhalb Jahre ein weiteres Transportsystem folgen.

ISS BEREITET RAUMFAHRTEXPERTEN SORGEN

Die Internationale Raumstation bereitet den europäischen Raumfahrtexpertenallerdings Sorgen. Durch den Ausfall der amerikanischen Shuttle-Flüge könne dasebenfalls in Bremen gebaute Raumlabor frühestens Anfang 2007 zur ISS gebrachtwerden. Bis dahin müssten 80 bis 100 an dem Columbus-Projekt beteiligteIngenieure bei EADS weiter beschäftigt werden, um das Know-how nicht zuverlieren. Zur Zeit mangele es aber an entsprechenden Entwicklungsaufträgen.

Hauptursache für die Verluste bei EADS Space war laut Kind die rapidegesunkene Nachfrage nach Raketen, insbesondere weil nur noch wenigeTelekommunikationssatelliten ins All geschossen wurden. Die Amerikaner hättendiese Verluste durch militärische Aufträge ausgleichen können. Bereits 2005 oder2006 werde EADS Space aber wieder moderate Gewinne erzielen. Den Anteil derRaumfahrt am EADS - Konzern bezifferte Kind auf 8,5 Prozent.

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