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Roundup Eichel: Europa, USA und Japan sollen über Wechselkurse beraten

Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD) hat sich angesichts des Euro-Höhenfluges und der Dollar-Abwertung dafür ausgesprochen, dass sich die Europäer zu gegebener Zeit mit den USA und Japan über die Wechselkurse verständigen.

dpa-afx BERLIN. Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD) hat sich angesichts des Euro-Höhenfluges und der Dollar-Abwertung dafür ausgesprochen, dass sich die Europäer zu gegebener Zeit mit den USA und Japan über die Wechselkurse verständigen. Falls es zu einer Absprache mit den USA und Japan komme, werde dies nicht auf dem öffentlichen Markt diskutiert, sagte Eichel am Freitag im Deutschlandradio Berlin vor Beginn des G20-Treffens in Berlin.

Gespräche über Wechselkurse fänden hinter verschlossenen Türen statt. "Wir werden sehen müssen, dass wir uns in der Triade zusammensetzen und versuchen, zu einer gemeinsamen Lösung zu kommen." In der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" stellte Eichel erneut klar, dass die Wechselkurse auf dem Treffen der Finanzminister und Notenbankchefs der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G20) kein Thema seien. "Die G20 sind kein Forum für das Thema Wechselkurse", sagte er dem Blatt. Das dreitägige G20-Treffen unter Vorsitz von Deutschland beginnt am Freitagabend.

Eichel: Jetzige Situation HAT VOR- und Nachteile

Die jetzige Situation habe Vor- und Nachteile, sagte Eichel weiter. Die Exporte auf dem Weltmarkt verteuerten sich zwar, aber Deutschland exportiere mehr in den Euro-Raum als in den Dollar-Raum. Der schwache Dollar habe den Vorteil, dass der hohe Ölpreis nicht so stark weitergegeben werde.

Eichel sieht derzeit nicht, dass die USA den Dollar weiter in schnellem Tempo schwächen. Es könne nicht in Amerikas Interesse liegen, einen raschen Dollarverfall hinzunehmen, sagte er nach Angaben des Senders. Damit würde es für die amerikanische Wirtschaft selbst gefährlich, und auch für die Weltwirtschaft.

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