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ROUNDUP: Erdöl wird wieder billiger - Weitere Entspannung erwartetDPA-Datum: 2004-06-29 17:37:50

LONDON/NEW YORK/HAMBURG (dpa-AFX) - Nach der Machtübergabe im Irak und dem Ende des Streiks in Norwegen wird Rohöl wieder billiger. An den internationalen Ölmärkten sank am Dienstag der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zeitweise auf weniger als 33 Dollar. Bereits am Vortag hatten die Ölnotierungen deutlich nachgegeben. In den USA ging der Preis auf unter 36 Dollar zurück. Das sind rund 15 Prozent weniger als beim Höchststand von 42,33 Dollar am 1. Juni.

LONDON/NEW YORK/HAMBURG (dpa-AFX) - Nach der Machtübergabe im Irak und dem Ende des Streiks in Norwegen wird Rohöl wieder billiger. An den internationalen Ölmärkten sank am Dienstag der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zeitweise auf weniger als 33 Dollar. Bereits am Vortag hatten die Ölnotierungen deutlich nachgegeben. In den USA ging der Preis auf unter 36 Dollar zurück. Das sind rund 15 Prozent weniger als beim Höchststand von 42,33 Dollar am 1. Juni.

"Damit sind die Chancen gestiegen, dass der Ölpreis bald wieder zu dem Niveau von 30 Dollar je Barrel zurückkehrt", sagte Klaus Matthies vom Hamburgischen Welt-Wirtschafts-Archiv (HWWA). Das hatten die Wirtschaftsforschungsinstitute bei ihrem Frühjahrsgutachten ab Mitte dieses Jahres unterstellt. "Öl ist nach wie vor nicht knapp und die Lage entspannt sich, weil es gegenwärtig nur gute Nachrichten gibt", sagte Matthies. Setze sich diese Tendenz fort, könnten auch die Verbraucher mit fallenden Preisen rechnen.

WEITERE OPEC-PRODUKTIONSERHÖHUNG

Zum 1. Juli stockt die OPEC ihre Förderobergrenze um zwei Millionen Barrel pro Tag auf. Anfang August steht eine weitere OPEC - Produktionserhöhung von einer halben Million Barrels pro Tag an. Außerdem wird erwartet, dass die starke Ölnachfrage Chinas angesichts der Versuche des Landes, das Wirtschaftswachstum zu bremsen, etwas nachlassen könnte.

Ob die Märkte für dieses Jahr ihren Preisgipfel hinter sich gelassen haben, sei jedoch keineswegs sicher, betonte Matthies. "Das kann sich schlagartig ändern, wenn wieder schlechte News aus dem Irak oder Saudi-Arabien kommen." Der Ölexperte Bruce Evers von der Investmentbank Investec gab sich ebenfalls zurückhaltend. "Wenn ein kalter Winter kommt, geraten wir wirklich unter Druck", sagte er. Jeder weitere Kapazitätsverlust im Irak würde den Ölpreis erneut in die Höhe treiben, meinte auch Paul Horsnell, Abteilungsleiter für Energieforschung bei der Bank Barclays. "Auf ernsthafte Zwischenfälle sind wir nicht vorbereitet".

In den USA fiel der Preis für Rohöl zur August-Auslieferung am New Yorker Warenterminmarkt Nymex weiter um 29 Cent auf 35,95 Dollar je Barrel. Am Tag zuvor war der New Yorker Ölpreis sogar massiv um 3,5 Prozent auf 36,24 Dollar je Barrel abgesackt. Das war der niedrigste Preis seit Ende April.

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