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ROUNDUP EU-Kommission erwartet für 2004 kräftigeres Wachstum in der EurozoneDPA-Datum: 2004-07-02 12:48:45

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Die Wirtschaft der Eurozone wird nach Einschätzung der EU-Kommission in diesem Jahr möglicherweise kräftiger wachsen als noch im Frühjahr prognostiziert. Der Ausblick für 2005 bleibe angesichts der fraglichen Stärke der Binnenmarktfrage und der Entwicklung der Ölpreise schwierig.

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Die Wirtschaft der Eurozone wird nach Einschätzung der EU-Kommission in diesem Jahr möglicherweise kräftiger wachsen als noch im Frühjahr prognostiziert. Der Ausblick für 2005 bleibe angesichts der fraglichen Stärke der Binnenmarktfrage und der Entwicklung der Ölpreise schwierig.

"Insgesamt zeigen die jüngsten Daten, dass unsere Frühjahrsprognose von 1,7 Prozent Wirtschaftswachstum für 2004 (...) jetzt eher zu niedrig erscheint", schrieb EU-Wirtschafts- und Währungskommissar Joaquin Almunia in dem am Freitag veröffentlichten Quartalsbericht zur Eurozone. Eine neue Zahl wurde nicht genannt. 2003 war das Bruttoinlandsprodukt der zwölf Euro-Länder lediglich um 0,4 Prozent gewachsen.

Der robuste weltweite Handel wirkt sich den Angaben zufolge positiv auf die Exporte der Eurozone aus. Der Ausblick für 2005 bleibe aber angesichts der Ungewissheit über die Stärke der Binnennachfrage unsicher.

ÖLPREIS GIBT ANLASS ZUR SORGE

Anlass zur Sorge geben nach Einschätzung der Behörde auch die gestiegenen Ölpreise. Ein weiterer und dauerhafterer Preisanstieg könne der Wirtschaft der Eurozone ernsteren Schaden zufügen. Ein weiterer Preisanstieg würde die Eurozone in einem frühen Stadium der Konjunkturerholung treffen. Das könnte das Geschäftsklima und das Verbrauchervertrauen beeinträchtigen, heißt es in dem Bericht.

Die bisher gesehenen Ölpreis-Steigerungen könnten die Konjunktur nur in geringem Maße dämpfen. Historisch gesehen sei der Preisanstieg vergleichsweise gering ausgefallen. Zudem habe sich die Abhängigkeit der Wirtschaft von den Ölmärkten deutlich verringert. Die Erfahrung der Preisanstiege in den Jahren 1999 und 2000 habe zudem gezeigt, dass die Wirtschaft der Eurozone höhere Energiekosten besser verdauen könne als in der Vergangenheit, so die EU-Kommission.

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