Archiv
ROUNDUP: EU ruft Ölproduzenten indirekt zur erhöhter Förderung auf

LUXEMBURG (dpa-AFX) - Einen Tag vor dem Treffen der Organisation Erdölexportierenden Länder (OPEC) in Beirut hat die EU indirekt zur Erhöhung derFördermengen aufgerufen. Es sollte ein "angemessenes Angebot" bereitgestelltwerden, sagte der amtierende Vorsitzende der EU-Finanzministerrunde, der irischeRessortchef Charlie McCreevy, am Mittwoch nach dem Abschluss der Beratungen inLuxemburg. Damit könnte das Niveau der Ölpreise mit einem stabilen Wachstum derWeltwirtschaft vereinbar bleiben. McCreevy bezog sich dabei auf eineentsprechende Initiative der reichsten Industriestaaten (G8).

LUXEMBURG (dpa-AFX) - Einen Tag vor dem Treffen der Organisation Erdölexportierenden Länder (OPEC) in Beirut hat die EU indirekt zur Erhöhung derFördermengen aufgerufen. Es sollte ein "angemessenes Angebot" bereitgestelltwerden, sagte der amtierende Vorsitzende der EU-Finanzministerrunde, der irischeRessortchef Charlie McCreevy, am Mittwoch nach dem Abschluss der Beratungen inLuxemburg. Damit könnte das Niveau der Ölpreise mit einem stabilen Wachstum derWeltwirtschaft vereinbar bleiben. McCreevy bezog sich dabei auf eineentsprechende Initiative der reichsten Industriestaaten (G8).

Der Höhenflug der Ölpreise führte in der EU zu Unruhe und Besorgnis.Gleichzeitig wurde bei dem Treffen vor übertriebenen Reaktionen gewarnt. "ZurPanikmache besteht kein Anlass", sagte Bundesfinanzminister Hans Eichel.

KEINE NATIONALEN ALLEINGÄNGE

Die Länder wollen nicht mit nationalen Alleingängen auf die Krise reagieren."Die Erfahrung des Jahres 2000 hat schlechte Erinnerungen hinterlassen", sagteder französische Wirtschafts- und Finanzminister Nicolas Sarkozy. Vor vierJahren hatten mehrere Länder, darunter Frankreich, der heimischenLkw-Transportbranche ohne vorherige EU- Absprache mit Steuererleichterungenunter die Arme gegriffen.

Eichel sagte, der wirtschaftliche Aufschwung sei nicht vollständiggesichert. "Es gibt Risiken." Beim Rohöl gebe es derzeit spekulativeÜbertreibungen, das Angebot sei hingegen ausreichend für die Nachfrage.

KONJUNKTURPROGNOSEN UNVERÄNDERT

Die EU-Kommission hält zwar bisher an ihrer Prognose fest, wonach dieWirtschaft in den zwölf Ländern mit Euro-Währung im laufenden Jahr um 1,7Prozent wachsen wird. Ein Abschlag von 0,2 Prozentpunkten sei aber möglich,sagte Währungskommissar Joaquín Almunia am späten Dienstagabend nach Beratungender Ressortchefs des Euro-Landes. "Der Euro beschützt einmal mehr unsereWirtschaften."

Sarkozy sagte, es müsse mit den Produzentenländer gesprochen werden, damitdiese ihre Förderung erhöhen. Er werde dazu an diesem Freitag und Samstag nachAlgerien reisen. Eichel sagte, die OPEC sei inzwischen selbst besorgt. "Dort hatder Gedanke 'Man muss mehr tun' durchaus Fuß gefasst." Eichel fügte hinzu: "Wennman weitere terroristische Anschläge erwarten muss, dann kann das schwierigwerden, andernfalls wird die OPEC ein Partner sein, der sich bemühen wird, dieWeltwirtschaft in Gang zu halten."

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%