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ROUNDUP: Experten zunehmend zuversichtlich für deutsche KonjunkturDPA-Datum: 2004-07-06 12:21:37

BERLIN (dpa-AFX) - Konjunkturexperten zeigen sich angesichts der starken Exportnachfrage zuversichtlicher für das deutsche Wirtschaftswachstum: Mit dem DIW korrigierte am Dienstag bereits das vierte führende Wirtschaftsforschungs -Institut seine Erwartungen für 2004 deutlich nach oben. Auch nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) gewinnt die deutsche Wirtschaft zunehmend an Fahrt. Für eine Besserung auf dem Arbeitsmarkt reicht die gestiegen Konjunkturdynamik aber noch nicht aus, sagen Experten.

BERLIN (dpa-AFX) - Konjunkturexperten zeigen sich angesichts der starken Exportnachfrage zuversichtlicher für das deutsche Wirtschaftswachstum: Mit dem DIW korrigierte am Dienstag bereits das vierte führende Wirtschaftsforschungs-Institut seine Erwartungen für 2004 deutlich nach oben. Auch nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) gewinnt die deutsche Wirtschaft zunehmend an Fahrt. Für eine Besserung auf dem Arbeitsmarkt reicht die gestiegen Konjunkturdynamik aber noch nicht aus, sagen Experten.

Deutschland steht aus Sicht des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) am Beginn eines Aufschwungs. "Die Konjunktur hat die Wende zum Besseren geschafft, die hartnäckige Stagnation ist überwunden", teilten die Berliner Forscher am Dienstag mit. Das DIW setzte daher seine Prognose herauf und erwartet nun für dieses Jahr 1,8 Prozent Wachstum und für nächstes Jahr 2,1 Prozent. Bisher waren jeweils 1,4 Prozent Zuwachs vorhergesagt worden. Motor der Belebung sei der Export, die Binnennachfrage sei noch schwach.

ARBEITSMARKT BLEIBT SCHWACH

Vor dem DIW hatten bereits das Institut für Wirtschaftsforschung Halle (iwh) seine Prognose für 2004 auf 1,8 Prozent, das ifo-Institut auf 1,7 Prozent und das Institut für Weltwirtschaft (IfW) auf 1,8 Prozent angehoben. Der Internationale Währungsfonds korrigierte seine Annahmen vom Frühjahr um 0,2 Prozentpunkte nach oben auf jetzt 1,8 Prozent, wie am Dienstag aus IWF-Kreisen verlautete. Für 2005 erwartet der IWF ein Wachstum von 2,0 Prozent. Das Hamburgische Welt-Wirtschaftsarchiv (HWWA) bestätigte dagegen am Dienstag seine bisherige Prognose von 1,5 Prozent.

Auf dem Arbeitsmarkt erwarten die Konjunkturexperten trotz des gestiegenen Konjunkturoptimismus keine durchgreifende Besserung. Das Wachstum reiche noch nicht, um einen nachhaltigen Impuls für den Arbeitsmarkt zu geben, sagte HWWA-Präsident Thomas Straubhaar. Das DIW geht davon aus, dass die Zahl der Arbeitslosen im Jahresdurchschnitt 2004 nur um 30.000 auf 4,35 Millionen sinken und 2005 noch einmal um 75.000 abnehmen werde.

4,233 MIO ERWERBSLOSE

Im abschließenden IWF-Bericht über die Konsultationen mit Deutschland heißt es, der Aufschwung werde vom Export schrittweise auf die Inlandsnachfrage übergreifen. Außenwirtschaftliche Risiken wie höhere Ölpreise oder eine weitere Euro-Aufwertung könnten aufgefangen werden.

Der Vorstandschef der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise, sagte bei der Vorstellung der Arbeitsmarktdaten, die Arbeitslosigkeit sei im Juni im Zuge der Frühjahrsbelebung gesunken. Die konjunkturelle Belebung sei noch nicht stark genug, damit die Betriebe wieder mehr Personal einstellten.

Nach Angaben der Bundesagentur ist die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland im Juni um 59.700 auf 4,233 Millionen gesunken. Das waren 25.300 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote ging um 0,1 Punkte auf 10,2 Prozent zurück.

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