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Roundup Ford Europe-Chef: Verlust wird reduziert - Umwandlung der Ford-Werke

Ford Europe-Chef Lewis Booth will nach dem Rekordverlust von 1,1 Mrd. Dollar (900 Mill. Euro) in 2003 die angepeilte Minusmarke von höchstens 200 Mill. Dollar erreichen. "Unser Ziel war es, den Verlust auf 100 bis 200 Mill. Dollar zu reduzieren. Vielleicht können wir auch etwas besser abschneiden", sagte Booth am Montag in Köln. Gleichzeitig kündigten die Kölner Ford Werke an, noch in diesem Jahr die Rechtsform von einer Aktiengesellschaft in eine Gmbh zu wandeln.

dpa-afx KÖLN. Ford Europe-Chef Lewis Booth will nach dem Rekordverlust von 1,1 Mrd. Dollar (900 Mill. Euro) in 2003 die angepeilte Minusmarke von höchstens 200 Mill. Dollar erreichen. "Unser Ziel war es, den Verlust auf 100 bis 200 Mill. Dollar zu reduzieren. Vielleicht können wir auch etwas besser abschneiden", sagte Booth am Montag in Köln. Gleichzeitig kündigten die Kölner Ford Werke an, noch in diesem Jahr die Rechtsform von einer Aktiengesellschaft in eine Gmbh zu wandeln.

"Dies soll die Flexibilität im Konzernverbund erhöhen. Für die Beschäftigten, die Händler und die Kunden bleibt alles beim Alten", sagte der Vorstandschef der deutschen Ford Werke AG, Bernhard Mattes. Für die Ford-Standorte in Köln, Saarlouis und dem belgischen Genk mit insgesamt 32 000 Beschäftigten wird sich nach den Worten von Booth nichts ändern. "Ich bin sehr zufrieden mit der Entwicklung der Ford - Werke", sagte Booth. Deutschland bleibe auch künftig ein Kernmarkt in Europa. "Wir erwarten Verbesserungen bei den Verkaufszahlen für das laufende Jahr." Zudem laufe die Präsentation des neuen Ford Focus gut an.

Billigauto

Die Absatzzahlen in Deutschland sind nach den Worten von Mattes mit 7,8 Prozent bis zum August 2004 in einem insgesamt rückläufigen Markt leicht gestiegen. Booth wie auch Mattes betonten zudem, das in Rumänien hergestellte Billig-Auto Dacia Logan des Autobauers Renault sei keine Herausforderung für Ford. "Billigpreise sind nicht das, was in Zentraleuropa erwartet wird", sagte Booth. "Ein reines Billigauto, das den Kundenwünschen und unseren Ansprüchen an Qualität nicht entspricht, kommt für uns nicht in Frage", sagte Mattes.

Die Ford Werke AG in Köln ist eine 100-prozentige Tochter der amerikanischen Ford Motor Company. Die jetzt angekündigte Veränderung bei der Gesellschaftsform der Ford-Werke sei eine "logische Konsequenz" nach dem Squeeze-Out Verfahren und dem Wegfall der Börsennotierung im Jahr 2002. Die bisherigen Vorstandsmitglieder werden nach den Worten Mattes Geschäftsführer, die Abläufe durch die Rechtsformänderung "flexibilisiert und vereinfacht". "Ich werde als Vorsitzender der Geschäftsführung die Position beibehalten", sagte Mattes. Zudem seien "leichte Einsparungen" in der Verwaltung in nicht genannter Höhe möglich. "Es steht aber keine Welle der Restrukturierung an. Auch die Betriebsvereinbarungen bleiben bestehen", sagte Mattes.

Die Ford Werke hatte im Frühjahr 2004 angekündigt, bis Ende 2005 keine betriebsbedingten Kündigungen auszusprechen. Im Gegenzug werden bis Ende Februar 2005 die Löhne und Gehälter nicht erhöht und zumindest in 2004 das Weihnachtsgeld auf bis zu 55 Prozent eines Monatsgehalts gekürzt. In den vergangenen drei Jahren hatte Ford in die Umrüstung der Werke in Köln, Saarlouis und Genk insgesamt 1,1 Mrd. Euro investiert. In 2003 erzielten die Ford Werke einen Umsatz von 14 Mrd. Euro.

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