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Roundup 'FT': Basf und Shell vor Basell-Verkauf - Konzerne prüfen noch

(dpa-AFX) Ludwigshafen/London - Der Chemiekonzern Basf < BAS.ETR > und der Ölkonzern Royal Dutch/Shell Group < Shel.ISE > < She1.FSE > < RDA.ASX > < ROY.FSE > haben sich einem Zeitungsbericht zufolge für den Verkauf des Kunststoffzulieferers Basell entschieden. Nachdem auch ein Börsengang des Gemeinschaftsunternehmens in Betracht gezogen worden war, solle Basell jetzt noch im August zum Verkauf angeboten werden, berichtet die "Financial Times" (Freitagausgabe). Beide Unternehmen betonten, sie hätten noch nicht entschieden, auf welche Art sie sich von dem Joint Venture trennen wollen.

(dpa-AFX) Ludwigshafen/London - Der Chemiekonzern Basf < BAS.ETR > und der Ölkonzern Royal Dutch/Shell Group < Shel.ISE > < She1.FSE > < RDA.ASX > < ROY.FSE > haben sich einem Zeitungsbericht zufolge für den Verkauf des Kunststoffzulieferers Basell entschieden. Nachdem auch ein Börsengang des Gemeinschaftsunternehmens in Betracht gezogen worden war, solle Basell jetzt noch im August zum Verkauf angeboten werden, berichtet die "Financial Times" (Freitagausgabe). Beide Unternehmen betonten, sie hätten noch nicht entschieden, auf welche Art sie sich von dem Joint Venture trennen wollen.

Die Prüfung der Alternativen laufe noch, sagte ein Shell-Sprecher. Zur Diskussion stünden nach wie vor ein direkter Verkauf der Basell-Anteile oder ein Börsengang. Basf und Shell halten je 50 Prozent an dem Unternehmen. Bereits Ende Juli hatten beide Konzerne mitgeteilt, dass ein Börsengang oder der Verkauf von Basell bis Mitte 2005 geprüft würden. Basf wollte den Zeitungsbericht am Freitag daher nicht kommentieren und verwies auf diese Stellungnahme. Auch zu dem genannten Unternehmenswert von 6 Milliarden Euro äußerte sich Basf-Sprecherin Karin Moeschke nicht.

Beraterbanken Bereiten Angebot VOR

Den Zeitungsangaben zufolge bereiten die Beraterbanken von Basf und Shell, die Investmentbank Credit Suisse First Boston (Csfb) < Csgn.VTX > < CSX.FSE > und die französische Investmentbank Lazard, ein Angebot für Basell vor. Es solle den Konzernen noch in diesem Monat zugestellt werden. Insider rechneten mit einem Verkauf der Einheit bis Mitte nächsten Jahres, schreibt die "FT".

Ein Analyst sagte, die Konzerne führen wahrscheinlich zweigleisig. Sie beobachteten einerseits die Börsenlage, wollten aber gleichzeitig über ein Verkaufsangebot ausloten, welchen Preis mögliche Investoren für die Anteile zu zahlen bereit wären. "Sie halten sich alle Türen offen." Ein Börsengang kommt seiner Ansicht nach nicht zustande. Börsengänge im Chemiesektor seien schwer zu platzieren. "Investoren sind da nicht zu begeistern, warum auch immer."

Er erwarte, dass es zu einem Verkauf kommen werde, betonte der Analyst. "Das kann sich über Monate hinziehen." Strategische Investoren würden sich dabei wahrscheinlich zurückhalten, weil sie mit Problemen seitens der Kartellbehörde rechnen müssten. Anders die Finanzinvestoren: "Da kommen viele in Frage." Wie die Zeitung auf den Preis von 6 Milliarden Euro komme, sei ihm ein Rätsel. "Da schmeißt derzeit jeder mit Zahlen um sich." Ein weiterer Analyst bewertete das Geschäft als "nicht besonders attraktiv".

Die Basell mit Sitz im niederländischen Hoofddorp produziert Kunstoffvorprodukte, mit denen unter anderem Kunststoffverpackungen, Frischhaltefolien und Gartenmöbel hergestellt werden. Basell zählt weltweit 6.500 Mitarbeiter und kam 2003 auf einen Umsatz von 6 Milliarden Euro.

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