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Roundup G7 Almunia: Ölpreis ist größtes Risiko für die Weltwirtschaft

Die hohen Ölpreise sind nach Einschätzung von EU-Wirtschaftskommissar Joaquin Almunia das Hauptrisiko für die Entwicklung der Weltwirtschaft. Dies sagte Almunia am Freitag im Vorfeld des Treffens der Finanzminister und Notenbankchefs der G-7-Staaten in Washington. Der Ölpreis war in dieser Woche in New York erstmals über die Marke von 50 Dollar geklettert. Es wird damit gerechnet, dass der Ölpreis eine zentrale Rolle bei dem G-7-Treffen und den Jahrestagungen von Internationalem Währungsfonds (IWF) und Weltbank am Wochenende spielen wird.

dpa-afx/apa WASHINGTON. Die hohen Ölpreise sind nach Einschätzung von EU-Wirtschaftskommissar Joaquin Almunia das Hauptrisiko für die Entwicklung der Weltwirtschaft. Dies sagte Almunia am Freitag im Vorfeld des Treffens der Finanzminister und Notenbankchefs der G-7-Staaten in Washington. Der Ölpreis war in dieser Woche in New York erstmals über die Marke von 50 Dollar geklettert. Es wird damit gerechnet, dass der Ölpreis eine zentrale Rolle bei dem G-7-Treffen und den Jahrestagungen von Internationalem Währungsfonds (IWF) und Weltbank am Wochenende spielen wird.

Aus der deutschen G-7-Delegation hieß es in Washington, für den Moment hätten die Ölpreise noch keine indirekten Inflationseffekte gebracht. Es gebe damit keinen Grund für echte Sorge. Deutschland hatte im Vorfeld des G-7-Treffens seinen Vorschlag erneuert, für mehr Markttransparenz auf dem Ölmarkt zu sorgen, um gegen Spekulanten zu Felde zu ziehen. Der algerische Ölminister Chakib Khelil schätzt, dass allein ein Rückzug hoch spekulativer Hedgefonds den Preis um mindestens sieben Dollar pro Fass senken würde.

IWF Rechnet 2005 MIT Steigendem Ölpreis

Der IWF hatte in seiner Herbstprognose am Mittwoch erklärt, die Weltwirtschaft werde im kommenden Jahr auch wegen der hohen Ölpreise voraussichtlich an Schwung verlieren. Allerdings seien die Auswirkungen der hohen Ölkosten noch vergleichsweise "moderat". Nach einem Wachstum von fünf Prozent, dem höchsten Wert seit 30 Jahren, sei für 2005 nur noch ein Anstieg der Wirtschaftsleistung von 4,3 Prozent zu erwarten, hieß es.

Dabei geht der Währungsfonds für 2004 von einem Durchschnittspreis von 37 Dollar pro Fass aus. Dies wären acht Dollar oder 30 Prozent mehr als 2003. Für 2005 geht der IWF von einem weiter steigenden Ölpreisniveau aus. Mit durchschnittlich 39,17 Dollar fällt die Erhöhung im Vergleich zum Vorjahr aber deutlich geringer aus.

Almunia wird als Vertreter der Staaten der Eurozone an einem Teil des G-7-Treffens teilnehmen. Zu den G7 gehören Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Kanada und die USA.

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