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Roundup GM-Europa-Vize: Kein Zweifel an notwendiger Umstrukturierung

An der Notwendigkeit einer Umstrukturierung bei General Motors in Europa kann es nach Ansicht von Vizechef Carl-Peter Forster "keinen Zweifel" geben.

dpa-afx FRANKFURT. An der Notwendigkeit einer Umstrukturierung bei General Motors in Europa kann es nach Ansicht von Vizechef Carl-Peter Forster "keinen Zweifel" geben. Der Konzern müsse sich in Europa neu aufstellen, um auf dem sich stark verändernden Markt mithalten zu können, sagte der Manager am Dienstag in Frankfurt auf der "Handelsblatt"-Fachtagung "Die Automobilindustrie 2005". Forster verteidigte die geplanten tiefgreifenden Sparmaßnahmen. "Wir haben gesagt, dass wir mindestens 500 Mill. Euro jährlich einsparen wollen, aber wir wollen eindeutig mehr einsparen."

Die Verhandlungen zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite in den vergangenen Wochen seien von der Einsicht geprägt gewesen, dass "sich etwas bewegen muss" und dass es nicht ohne Einschnitte gehen werde. GM steckt seit Jahren in Europa in tiefroten Zahlen. Durch die sinkende Nachfrage seien die europaweiten Kapazitäten der Töchter Opel, Vauxhall und Saab derzeit zu 80 Prozent ausgelastet. Um Geld zu verdienen, ist aber laut Forster eine Auslastung von etwa 85 Prozent notwendig.

Unterdessen erwartet die Branche mit Spannung die Entscheidung des GM-Verwaltungsrates in Detroit, der an diesem Dienstag über einen Sanierungsplan befinden soll. Dem Opel-Mutterkonzern sollten die vorübergehende Einrichtung von Transfergesellschaften an den einzelnen Standorten und ein freiwilliges Abfíndungsprogramm vorgeschlagen werden, das nach Einschätzungen von Beobachtern Kosten von bis zu einer Milliarde Euro mit sich bringen würde. Forster wollte sich hierzu nicht äußern.

Nach Angaben des Managers werde GM nach der "heißen Phase" der Umstrukturierung im kommenden Jahr mit einer weiteren Marktoffensive in Europa starten. Für die kommenden fünf Jahre kündigte Forster über 50 neue Modelle an. Vor allem durch die Umstrukturierung und Zentralisierung seiner Entwicklungszentren bei Saab und Opel wolle GM Ressourcen für die Entwicklung neuer Modelle freisetzen, von denen auch zahlreiche Nischenmodelle sein sollen. Denn der Trend hin zu Nischenmodellen werde weitergehen, schätzt Forster. Zwar habe GM das Thema Sportliche Geländewagen (SUV) "nicht schnell genug beim Schopf" gepackt, werde dieses aber nun "schnell angehen".

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