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ROUNDUP: Henkel senkt Umsatzziel für 2004 - Aktie DAX-SchlusslichtDPA-Datum: 2004-07-06 09:46:38

DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Wegen einer schwächeren Nachfrage nach seinen Produkten hat der Konsumgüterkonzern Henkel < HEN3.ETR > sein Umsatzziel für das laufende Jahr zusammengestrichen. An seiner Ergebnisprognose für 2004 hält Henkel dagegen fest. "Alle anderen Prognosen, auch für 2005, bleiben bisher unangetastet", sagte ein Sprecher der Henkel KGaA am Dienstag in Düsseldorf auf Anfrage. Der Konzern senkt zudem weiter seine Kosten.

DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Wegen einer schwächeren Nachfrage nach seinen Produkten hat der Konsumgüterkonzern Henkel < HEN3.ETR > sein Umsatzziel für das laufende Jahr zusammengestrichen. An seiner Ergebnisprognose für 2004 hält Henkel dagegen fest. "Alle anderen Prognosen, auch für 2005, bleiben bisher unangetastet", sagte ein Sprecher der Henkel KGaA am Dienstag in Düsseldorf auf Anfrage. Der Konzern senkt zudem weiter seine Kosten.

Der Hersteller von Perwoll, Pattex und Fa kämpft mit der Kaufzurückhaltung der Kunden. "Der anhaltende Nachfragerückgang in Deutschland in den für Henkel relevanten Konsumentenmärkten hat sich in den letzten Monaten auch auf die anderen europäischen Märkte ausgeweitet", hieß es in einer Mitteilung. Die im DAX < DAX.ETR > notierte Aktie sackte in der ersten halben Handelsstunde auf den letzten Platz im deutschen Leitindex. Sie verlor zuletzt 4,05 Prozent auf 66,60 Euro.

GESENKTES UMSATZZIEL 2004

Im laufenden Jahr rechnet Henkel nun lediglich mit einem organischen Umsatzwachstum von etwa 2 Prozent. Zuvor hatte das Unternehmen ein Plus von 3 bis 4 Prozent erwartet. "Im Vordergrund stehen für Henkel die Sicherung der Ergebnisse und der Marktpositionen. Diese Ziele haben Priorität vor dem bislang angestrebten organischen Umsatzwachstumsziel", betonte der Konsumgüterhersteller.

Notwendig seien geringere Ausgaben. Zu den angekündigten und laut Henkel bereits angelaufenen weiteren Kostensenkungen sagte der Konzern-Sprecher: "Sie betreffen das ganze Unternehmen. Wir stoßen immer wieder auf neues Optimierungspotenzial." Aus Unternehmenskreisen erfuhr dpa-AFX, dass ein Stellenabbau "nicht im Fokus" stehe. Henkel gab hierzu keine Stellungnahme.

MARKETING SOLL VERSTÄRKT WERDEN

Henkel investiere zudem in Märkte und Marken, um seine Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern. Geld fließt nach Aussage des Sprechers vor allem in den Marketing-Bereich. Der Konsumgüterkonzern wolle unter anderem durch Anzeigenkampagnen oder Extras beim Kauf von Henkel-Produkten Kunden ansprechen. Zur Nachfrage-Schwäche von Henkel wollte der Sprecher nichts weiter sagen. Er verwies auf die Vorlage der Ergebnisse des zweiten Quartals am 9. August. Dann würden Details bekannt gegeben.

Für das laufende Jahr prognostiziert Henkel derzeit weiterhin ein zweistelliges Wachstum des Ergebnisses je Aktie von knapp 10 Prozent sowie ein Plus beim betrieblichen Ergebnis (EBIT) von mehr als 10 Prozent. 2005 soll der Umsatz um bereinigt 4 Prozent wachsen. Bei der EBIT-Marge peilt Henkel ein Plus von 10 Prozent an. Das Ergebnis pro Aktie soll um rund 10 Prozent steigen.

Die Henkel-Gruppe ist in den drei Geschäftsfeldern Wasch-/Reinigungsmittel (Home Care), Kosmetik/Körperpflege (Personal Care), Klebstoffe, Dichtstoffe und Oberflächentechnik (Adhesives, Sealants and Surface Treatment) tätig. Im Geschäftsjahr 2003 erzielte Henkel einen Umsatz von 9,436 Milliarden Euro und ein betriebliches Ergebnis von 706 Millionen Euro. Weltweit beschäftigt der Konzern mehr als 50.000 Menschen in 125 Ländern.

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