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ROUNDUP IG Metall: Siemens droht 130 Mio Euro weniger Bahn-AuftragsvolumenDPA-Datum: 2004-07-07 17:40:38

FRANKFURT (dpa-AFX) - Siemens < SIE.ETR > könnte nach Informationen der IG Metall wegen der Kürzung von Staatsausgaben 130 Millionen Euro bei seinen Verträgen mit der Deutschen Bahn verlieren. Dadurch würden wahrscheinlich vor allem am Siemens-Standort Braunschweig Arbeitsplätze gefährdet, sagte Ursula Weisser vom Siemens-Betriebsrat am Mittwoch auf Anfrage. Sie wisse jedoch nichts von konkreten Plänen zu einem Stellenabbau in Braunschweig.

FRANKFURT (dpa-AFX) - Siemens < SIE.ETR > könnte nach Informationen der IG Metall wegen der Kürzung von Staatsausgaben 130 Millionen Euro bei seinen Verträgen mit der Deutschen Bahn verlieren. Dadurch würden wahrscheinlich vor allem am Siemens-Standort Braunschweig Arbeitsplätze gefährdet, sagte Ursula Weisser vom Siemens-Betriebsrat am Mittwoch auf Anfrage. Sie wisse jedoch nichts von konkreten Plänen zu einem Stellenabbau in Braunschweig.

In einer Mitteilung schreibt die IG Metall, das jährliche Bahnbudget der Regierung solle bis zum Jahr 2008 von derzeit 4,3 auf 2,2 Milliarden Euro verringert werden. Ein Siemens-Sprecher wollte die konkrete Zahl nicht kommentieren. Er sagte jedoch, das Unternehmen sehe Unsicherheiten beim zu erwartenden Auftragsvolumen von der Deutschen Bahn.

WEITERER SCHLAG FÜR SIEMENS NACH PROBLEMEN MIT COMBINO

Das schrumpfende Auftragsvolumen wäre ein weiterer Schlag für die Transporteinheit des Konzerns, die zuletzt wegen der fehlkonstruierten Combino-Straßenbahnen in die Diskussion geraten war. Zahlreiche Combino-Züge mussten wegen Stabilitätsproblemen in die Werkstätten zurückgerufen werden. Verkehrsbetriebe in aller Welt hatten Schwierigkeiten, den Linienbetrieb aufrecht zu erhalten. Einige prüfen Schadenersatzansprüche.

Allein im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres musste die Siemens-Bahntechnik Sonderbelastungen von 364 Millionen Euro hinnehmen. Für das Sanierungskonzept hat der Konzern 296 Millionen Euro an Rückstellungen eingeplant. Das Unternehmen teilte mit, die Risikovorsorge müsse wegen der Combino-Probleme grundlegend erhöht werden, nannte aber keine Details.

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