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Roundup Intel trifft Quartalsgewinn-Prognose, aber kappt 2004-MargenzielDPA-Datum: 2004-07-14 00:55:42

(dpa-AFX) Santa Clara - Ungeachtet teils erwartungsgemäß ausgefallener Quartalszahlen hat der weltgrößte Mikroprozessoren-Hersteller Intel < Intc.NAS > < INL.FSE > mit seinem Ausblick enttäuscht. Im abgelaufenen zweiten Jahresviertel hat Intel seinen Gewinn wie von Analysten prognostiziert fast verdoppelt, aber den Umsatz im Jahresvergleich nicht so deutlich wie von Experten angenommen gesteigert. Zudem kappte der Branchenprimus sein Bruttomargen-Ziel für das Gesamtjahr, wie Intel am Dienstag nach Börsenschluss in Santa Clara meldete. Das ließ die im Nasdaq-100-Index < NDX.X.IND > und im US-Leitindex Djia < Indu.IND > notierte Intel-Aktie nachbörslich einbrechen.

(dpa-AFX) Santa Clara - Ungeachtet teils erwartungsgemäß ausgefallener Quartalszahlen hat der weltgrößte Mikroprozessoren-Hersteller Intel < Intc.NAS > < INL.FSE > mit seinem Ausblick enttäuscht. Im abgelaufenen zweiten Jahresviertel hat Intel seinen Gewinn wie von Analysten prognostiziert fast verdoppelt, aber den Umsatz im Jahresvergleich nicht so deutlich wie von Experten angenommen gesteigert. Zudem kappte der Branchenprimus sein Bruttomargen-Ziel für das Gesamtjahr, wie Intel am Dienstag nach Börsenschluss in Santa Clara meldete. Das ließ die im Nasdaq-100-Index < NDX.X.IND > und im US-Leitindex Djia < Indu.IND > notierte Intel-Aktie nachbörslich einbrechen.

Der Konkurrent des Branchenzweiten Advanced Micro Devices Inc. (AMD) < AMD.NYS > < AMD.FSE > rechnet zwar mit einem schnelleren Wachstum bei Produkten wie Flash-Memory-Speicherchips, Chipsets und Motherboard, die niedrigere Margen aufweisen. Bei Mikroprozessoren erwartet Intel dagegen, dass die Margen hier langsamer steigen als zuvor angenommen. Die Gesellschaft begründete dies mit leicht sinkenden durchschnittlichen Verkaufspreisen von Mikroprozessoren sowie einer unerwartet langsamen Senkung bei den Stückkosten.

Intel Reduziert Margen-Ziel

Für 2004 senkte Intel daher seine Prognose für die Bruttomarge. Bisher hatte die Gesellschaft hier mit etwa 62 Prozent gerechnet. Nun erwartet der Chip-Hersteller lediglich um die 60 Prozent. Finanzchef Andy Bryant sagte indes bei einer Telefonkonferenz nach Vorlage der Zahlen, dass die Mikroprozessoren-Lagerbestände bis Jahresende sinken sollen. Im zweiten Quartal hätten die Lagerbestände noch um 15 Prozent zugelegt.

Das Unternehmen mit Sitz in Santa Clara (Kalifornien) macht den Löwenanteil seiner Geschäfte mit Chips für Desktop- und Laptop-Computer. Intel-Chef Craig Barrett kündigte an, dass die Gesellschaft in der zweiten Jahreshälfte im Kernbereich Mikroprozessoren wachsen und ihre Präsenz bei Chipsets, Flash-Speichern und anderen Kommunikationsprodukten ausweiten wolle.

Quartalsergebnisse

Im Berichtszeitraum kletterte der Quartalsgewinn Intel zufolge auf 0,27 Dollar je Aktie (Vorjahr 0,14 Dollar). Der Überschuss erhöhte sich im zweiten Jahresviertel gegenüber dem Vorjahr um 96 Prozent auf 1,8 Milliarden Dollar. Verglichen mit dem Vorquartal wuchs er um 4 Prozent.

Der Chipbauer setzte im zweiten Quartal mit 8,05 Milliarden Dollar zwar 18 Prozent mehr um als ein Jahr zuvor. Experten hatten allerdings Erlöse in Höhe von 8,11 Milliarden Dollar vorhergesagt. Im Gegensatz zum ersten Jahresviertel stagnierten die Umsätze in etwa, wie Intel meldete. Die stärkste Wachstumsregion sei der asiatisch-pazifische Raum mit dem Boommarkt China, hieß es bei der Telefonkonferenz mit Analysten. Die Entwicklund in Gesamtamerika habe dagegen im Jahresvergleich stagniert.

Intel-Chef Zufrieden

Mit seiner Computerchip-Sparte setzte Intel 6,8 (5,9) Milliarden Dollar um und erzielte einen operativen Gewinn von 2,8 (1,8) Milliarden Dollar. Die Kommunikationssparte steigerte mit ihren Flash-Memory- und anderen Telekom-Produkten den Umsatz auf 1,3 (0,96) Milliarden Dollar, aber verzeichnete einen operativen Verlust von 126 (255) Millionen Dollar.

Intel-Chef Barrett zeigte sich zufrieden mit dem Ende Juni abgelaufenen zweiten Quartal. "Intel hat weiterhin starke Ergebnisse im Jahresvergleich geliefert, da unser Mikroprozessoren-Geschäft Saisontrends gefolgt ist und unser Kommunikations-Geschäft vor allem dank Flash-Memory-Chips zugelegt hat", sagte er. "Wir hatten ein bemerkenswertes Quartal, was die Einführung neuer Produkte betrifft." Barrett nannte hier beispielsweise neue Prozessoren für Handys.

Ausblick FÜR DAS Aktuelle Jahresviertel

Für das laufende dritte Quartal setzt sich Intel nach eigenen Angaben ein Umsatzziel von 8,6 bis 9,2 Milliarden Dollar. Analysten rechnen gegenwärtig damit, dass der Chipkonzern 8,77 Milliarden Dollar erlöst. Ein Jahr zuvor hatte Intel noch 7,83 Milliarden Dollar umgesetzt. Die Bruttomarge dürfte dem Unternehmen zufolge bei 60 Prozent plus beziehungsweise minus ein paar Prozentpunkten liegen.

Die Intel-Aktie sackte im New Yorker nachbörslichen Handel etwa zweidreiviertel Stunden nach Handelsende um 4,82 Prozent auf 24,88 Dollar ab. Sie war mit Abstand die meistgehandelte Aktie. Im regulären Handel hatte der Titel mit einem Minus von 0,38 Prozent auf 26,14 Dollar geschlossen.

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