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Roundup Karstadt-Quelle: Kreditvertrag unterschrieben - Arzt im Kaufhaus

Der angeschlagene Essener Handelskonzern Karstadt-Quelle hat einen weiteren wichtigen Schritt auf dem Weg zur Sanierung gemacht. Nach Konzernangaben ist am Freitag der mit den 16 Gläubigerbanken vereinbarte Kreditvertrag über 1,75 Mrd. Euro unterschrieben worden.

dpa-afx ESSEN. Der angeschlagene Essener Handelskonzern Karstadt-Quelle hat einen weiteren wichtigen Schritt auf dem Weg zur Sanierung gemacht. Nach Konzernangaben ist am Freitag der mit den 16 Gläubigerbanken vereinbarte Kreditvertrag über 1,75 Mrd. Euro unterschrieben worden. Dabei ging es im Wesentlichen um eine Kreditverlängerung. "Wir haben damit die Sicherheit, mit einer soliden Finanzierung unsere weiteren Sanierungsschritte in Angriff nehmen zu können", sagte Konzernchef Christoph Achenbach.

Bei der Sanierung der Warenhaussparte setzt Karstadt künftig verstärkt auf die Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern wie Zahnärzten, Ärzten und Postagenturen. Helmut Merkel, der Vorstandsvorsitzende der Karstadt Warenhaus AG, sagte der "Frankfurter Rundschau" (Samstagsausgabe), das Unternehmen wolle mit diesen Angeboten die Attraktivität der Filialen für die täglich 2,5 Millionen Kunden weiter erhöhen. Es gehe um eine Mischung, "die unsere Kunden anspricht und uns Geld in die Kasse bringt", sagte Merkel. Im kommenden Jahr soll am Standort Bremen erstmals eine Zahnarztpraxis mit unter das Warenhaus-Dach kommen.

Kreditverlängerung

Die Sanierung wird neben der Kreditverlängerung auch noch durch die laufende Kapitalerhöhung von über 500 Mill. Euro gesichert. Zusätzlich erwägt der Konzern die Begebung einer Wandelanleihe von mindestens 125 Mill. Euro und einen zusätzlichen Kredit von 500 Mill. Euro, um insbesondere Risiken abzufedern. Zusammen mit den erhofften Erlösen aus Verkäufen von Unternehmensteilen könnten so noch über zwei Mrd. Euro in die Konzernkasse fließen, die größtenteils für die Sanierung benötigt werden.

Die Verhandlungen mit der Post über den Kauf der Logistik- Aktivitäten sind unterdessen weit fortgeschritten. Ein Teilabschluss wird noch vor Weihnachten erwartet. Man wolle aber nicht unter Zeitdruck agieren, sagte ein Konzernsprecher.

Durch den Verkauf von Tochterfirmen soll den Planungen zufolge in diesem und dem nächsten Jahr insgesamt rund eine Milliarde Euro eingenommen werden. Allein die Trennung von der Logistik-Sparte soll nach früheren Angaben zwischen 200 und 400 Mill. Euro bringen. Allerdings müssten verkaufte Logistikeinrichtungen zumindest teilweise zurückgeleast werden./

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