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Roundup Kreise: Verkauf von TUI-Anteil der Westlb geht in heiße Phase

Der Verkauf der Westlb-Beteiligung an dem Touristikkonzern TUI geht nach Angaben aus Branchenkreisen in die heiße Phase. Das Bankhaus habe sich eine Schweigephase auferlegt, was auf einen baldigen Verkauf des 31,3-prozentigen Aktienpakets schließen lasse, verlautete am Montag aus den Kreisen.

dpa-afx FRANKFURT. Der Verkauf der Westlb-Beteiligung an dem Touristikkonzern TUI geht nach Angaben aus Branchenkreisen in die heiße Phase. Das Bankhaus habe sich eine Schweigephase auferlegt, was auf einen baldigen Verkauf des 31,3-prozentigen Aktienpakets schließen lasse, verlautete am Montag aus den Kreisen.

Nach Angaben aus den Kreisen peilt die Westlb bei dem geplanten Verkauf einen Aktienpreis an, der über dem Schlusskurs von Freitag liege. Die TUI-Aktie schloss am Freitag 1,70 % schwächer bei 15,07 ?. "Klar ist, die Bank will ihre Beteiligung mit Gewinn verkaufen", hieß es. Damit müsste die Bank einen Preis von mindestens 16,50 ? je TUI-Aktie erzielen, mit denen die Westlb die Titel in den Büchern stehen hat.

Verkaufspläne

Ein Sprecher der Westlb wollte sich dazu nicht äußern und verwies auf die Mitteilung der Bank vom vergangenen Freitag. Das Düsseldorfer Institut bekräftigte drin, dass die Beteiligung an Europas größtem Reiseanbieter zum Verkauf steht. Das Bankhaus sehe sich bei der Transaktion aber nicht unter Druck. Die TUI-Anteile sollen möglichst vollständig an einen Investor oder ein Konsortium von Investoren verkauft werden.

Bei einer Komplettübernahme des Westlb-Pakets müssten die oder der neue Eigner ein Übernahmeangebot für die noch ausstehenden TUI-Aktien unterbreiten, da die Marke von 30 % überschritten würde. In der vergangenen Woche hatten Spekulationen über eine mögliche Stückelung der TUI-Beteiligung zu einem Kursrutsch geführt.

Experte: Zerschlagung Droht

TUI droht nach Einschätzung von Experten bei einer Übernahme die Zerschlagung. "Wenn ein Investor zuschlägt, wird er die TUI filetieren", sagte der ehemalige TUI-Vorstand und Touristikprofessor Karl Born dem "Tagesspiegel" (Montag). Touristikexperte Dieter Schneiderbauer schloss in dem Bericht ein konkretes Interesse anderer Touristikkonzerne oder Hotelketten aus. Die anderen Touristikkonzerne seien zu sehr mit ihrem eigenen Strukturwandel in der Krise beschäftigt, als dass sie sich eine solche Übernahme leisten könnten. In der vergangenen Woche wurde wiederholt über ein Gebot der spanischen Barceló-Grupp spekuliert, was diese aber dementierte.

Die TUI müsse alles dran setzen, im DAX zu bleiben, sagte Born. "Das würde die Übernahmefantasien dämpfen", sie seien damit aber noch nicht vom Tisch. An der Frankfurter Börse gewann die TUI-Aktie im frühen Handel 1,13 % auf 15,24 ?.

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