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ROUNDUP: Loewe sieht weiteres schwieriges Jahr - Einstieg von Investoren

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Der rote Zahlen schreibende Fernsehgeräte-HerstellerLoewe sieht sich 2004 vor einem weiteren schwierigen Jahr und setztneben der Konzentration seiner Geschäfte auf Flachbildschirme auf den Einstiegfinanzkräftiger Investoren. Wie Loewe am Mittwoch anlässlich derHauptversammlung in München mitteilte, wird der japanische Elektronikkonzern undMarktführer bei LCD-Fernsehern, Sharp Corp. , über eineKapitalerhöhung für 4,3 Millionen Euro bei Loewe einsteigen und dann knapp 10Prozent der Anteile halten.

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Der rote Zahlen schreibende Fernsehgeräte-HerstellerLoewe sieht sich 2004 vor einem weiteren schwierigen Jahr und setztneben der Konzentration seiner Geschäfte auf Flachbildschirme auf den Einstiegfinanzkräftiger Investoren. Wie Loewe am Mittwoch anlässlich derHauptversammlung in München mitteilte, wird der japanische Elektronikkonzern undMarktführer bei LCD-Fernsehern, Sharp Corp. , über eineKapitalerhöhung für 4,3 Millionen Euro bei Loewe einsteigen und dann knapp 10Prozent der Anteile halten.

"Über die Beteiligung von Sharp hinaus sind wir weiter offen für zusätzlicheInvestoren", sagte Vorstandschef Rainer Hecker. Auch eine spätere Aufstockungdes Sharp-Anteils sei möglich. Loewe hatte mit einer Reihe von Investorenverhandelt. Ein Konzernsprecher betonte, dass die Gespräche weiterliefen. "Esist nicht ausgeschlossen, dass noch ein weiterer Investor dazu kommt", sagte er.An der Börse verlor die Aktie bis zum frühen Nachmittag 4,85 Prozent auf 6,87Euro. Allerdings hatte sie am Vortag angeheizt durch Spekulationen um Sharp um18 Prozent zugelegt.

'FUSSBALL-EM HAT NICHT GEHALTEN WAS WIR ERHOFFT HABEN'

Laut Hecker wird Loewe durch die Beteiligungen zahlungskräftigerInteressenten operativ und finanziell weiter gestärkt und von technologie- undmarktbedingten Schwankungen unabhängiger. Der Konzern leidet unter demaggressiven Preiskampf auf dem Markt für Fernsehgeräte und der Schnäppchenjagdder Verbraucher. Im vergangenen Jahr rutschte Loewe in die Verlustzone und wieseinen operativen Verlust von 33,3 Millionen Euro aus. Auch das erste Quartalverlief schwach.

"Die bisherigen Ergebnisse des zweiten Quartals zeigen, dass 2004 keinleichtes Jahr wird. Auch die Fußball-Europameisterschaft hat bisher nichtgehalten, was die Consumer Electronics sich davon versprochen haben", sagteHecker. Im Gesamtjahr 2004 dürfte nach Aussage von Finanzvorstand BurkhardBamberger ein zweistelliger Verlust vor Zinsen und Steuern (EBIT) anfallen.

ANALYSTEN: TREND VERSCHLAFEN

Analysten hatten Loewe vorgeworfen, den Trend zu flachen Fernsehgerätenverschlafen zu haben. Hecker verwies darauf, dass sich die Nachfrage in denletzten Monaten bei LCD-TV von klein- auf großformatige Geräte gewandelt habe.Erst jetzt sei Loewe zusammen mit der gesamten Branche technisch in der Lage,diese Nachfrage zu befriedigen.

Dem Vorstandschef zufolge wird deswegen der Umsatz im noch immerdominierenden Bildröhren-Segment im Jahresverlauf weiter zurückgehen. Im viertenQuartal sollen dann rund 50 Prozent der Umsätze auf Flachbildgeräte entfallen.Loewe plant hier einen Ausbau der Produktpallette.

US-TOCHTER WIRD GESCHLOSSEN

Zugleich kündigte das Unternehmen an, seine amerikanische Vertriebstochterin Massachusetts zu schließen, wodurch einmalige Belastungen in Höhe von 8Millionen Euro anfallen werden. "Die Marktbearbeitung in den USA ist sehrkostenintensiv", sagte Hecker zu Begründung. Es werde deshalb nach anderenVertriebsmöglichkeiten geschaut. Die US-Tochter hatte das Jahr 2003 mit einemoperativen Verlust von 6 Millionen Euro abgeschlossen. Loewe will sich fortanstärker auf die europäischen Kernmärkte Italien, Frankreich, Spanien,Österreich, die Schweiz und die Benelux-Länder konzentrieren.

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