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ROUNDUP: Mainzer Wirtschaftsprofessorin Weder wird 'Wirtschaftsweise'

BERLIN/MAINZ (dpa-AFX) - Die Mainzer Wirtschaftswissenschaftlerin BeatriceWeder di Mauro zieht als erste Frau in den Rat der "Fünf Wirtschaftsweisen" ein.Sie soll Nachfolgerin von Axel Weber in dem seit 41 Jahren bestehendenSachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklungwerden.

BERLIN/MAINZ (dpa-AFX) - Die Mainzer Wirtschaftswissenschaftlerin BeatriceWeder di Mauro zieht als erste Frau in den Rat der "Fünf Wirtschaftsweisen" ein.Sie soll Nachfolgerin von Axel Weber in dem seit 41 Jahren bestehendenSachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklungwerden.

Das Bundeswirtschaftsministerium bestätigte am Donnerstag in Berlin nachzweimonatiger Suche offiziell die Nominierung der 38- Jährigen. Der förmlicheKabinettsbeschluss soll kommenden Mittwoch fallen. Weder di Mauro hat derNominierung den Angaben zufolge bereits zugestimmt.

FAVORITIN FÜR NACHFOLGE

An der Wahl der Ökonomin hatte zuletzt kein Zweifel bestanden, da sie seitlängerem als Favoritin im Kreis der möglichen Nachfolger galt. Die Stelle warvakant geworden, nachdem die Bundesregierung den Wirtschaftsweisen Axel Weberzum Nachfolger des über die Hotelkosten- Affäre gestürzten Bundesbank-ChefsErnst Welteke berufen hatte.

Weder di Mauro lehrt an der Johannes Gutenberg-Universität-MainzWirtschaftspolitik sowie internationale Makroökonomie und hat sich auch aufkapitalmarktnahe Themen konzentriert. Die 38-Jährige, die einen schweizerischenund einen italienischen Pass besitzt, hat unter anderem in Harvard, bei derWeltbank und dem Währungsfonds geforscht. Auch mit Politik-Beratung hat Weder diMauro Erfahrung.

ZEICHEN FÜR KONTINUITÄT

Vor Weder di Mauro gehörten bereits die Mainzer Wissenschaftler Kurt Schmidt(1974-1984) und Rolf Peffekoven (1991-2001) dem Sachverständigenrat an. DerMainzer Universitäts-Präsident Jörg Michaelis wertete die Nominierung der38-Jährigen am Donnerstag dementsprechend als Zeichen für die "Kontinuität derhohen wissenschaftlichen Qualität" der Mainzer Wirtschaftswissenschaften. "Wirhaben das ja nicht abonniert, auch wenn man fast den Eindruck haben könnte",sagte Michaelis der dpa.

Der FDP-Landesvorsitzende Rainer Brüderle würdigte Weder als "hochqualifizierte und auch international anerkannte Wissenschaftlerin". Das hoheAnsehen des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften der Universität Mainz werdedamit weiter gestärkt.

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