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ROUNDUP: Marks & Spencer lehnt auch jüngstes Green-Angebot vorerst abDPA-Datum: 2004-07-08 14:49:09

LONDON (dpa-AFX) - Die britische Einzelhandelskette Marks & Spencer < MKS.ISE > < MKS.FSE > hat auch das auf 9,1 Milliarden Pfund (13,6 Milliarden Euro) erhöhte Übernahmeangebot des Milliardärs Philip Green zunächst abgelehnt. Marks & Spencer werde derzeit keine Annahmeempfehlung für das Übernahmeangebot von 400 Pence je Aktie abgeben, meldete das Traditionsunternehmen am Donnerstag nach einer Vorstandssitzung in London.

LONDON (dpa-AFX) - Die britische Einzelhandelskette Marks & Spencer < MKS.ISE > < MKS.FSE > hat auch das auf 9,1 Milliarden Pfund (13,6 Milliarden Euro) erhöhte Übernahmeangebot des Milliardärs Philip Green zunächst abgelehnt. Marks & Spencer werde derzeit keine Annahmeempfehlung für das Übernahmeangebot von 400 Pence je Aktie abgeben, meldete das Traditionsunternehmen am Donnerstag nach einer Vorstandssitzung in London.

Greens Angebotsvorschlag unterbewerte weiterhin das Unternehmen und dessen Ausblick erheblich, teilte Marks & Spencer (M & S) weiter mit. Sollte ein solches Angebot offiziell vorgelegt werden, werde dies der Vorstand ablehnen. Als Reaktion sagte Green der Nachrichtenagentur AFX, dass er die Stellungnahme der Einzelhandelskette erst genau durchsehen wolle, bevor er darauf antworte. Die M & S-Aktie verlor bis zum Nachmittag 1,97 Prozent auf 361,00 britische Pence bei einem gut behaupteten Gesamtmarkt.

GREEN ERWARTET RÜCKHALT VON EINIGEN AKTIONÄREN

In dem monatelangen Übernahmepoker um das angeschlagene Unternehmen kann Green nun unter bestimmten Bedingungen mit dem Rückhalt eines weiteren Aktionärs der britischen Kaufhaus-Kette rechnen. Das Investmenthaus Schroder, das 1,2 Prozent an dem Einzelhändler hält, mache seine Unterstützung aber abhängig von der Empfehlung der Marks & Spencer-Spitze für ein offizielles Angebot. Das meldete Greens

Am Vortag hatte Green zudem mitgeteilt, dass er Rückhalt vom größten Aktionär der Bekleidungs- und Nahrungsmittelkette, Brandes Investment Partners, habe. Die Gesellschaft hält 11,7 Prozent am Einzelhändler. Standard Life Investments, eine der größten britischen Anteilseigner von Marks & Spencer hatte betont, dass Greens jüngster Vorschlag "Beachtung verdiene".

GREEN: 'LETZTES' ANGEBOT

Das jüngste Angebot ist der wiederholte Versuch Greens, den Konzern zu übernehmen. Green hatte die Offerte als "letzte" bezeichnet. Das neue Angebot sei vom Ergebnis der Prüfung des Unternehmenswerts sowie der Zustimmung der Führungsriege von Marks & Spencer abhängig, hatte Green betont. Der britische Milliardär hat sein Vermögen mit dem Kauf und der Umstrukturierung danieder liegender Einzelhandelsunternehmen gemacht und hatte Zeitungsberichten zufolge zwischenzeitlich seine Bereitschaft auch für eine feindliche Übernahme signalisiert.

Der Vorstand von Marks & Spencer hatte zuletzt am 16. Juni ein Gebot von "nicht weniger als" 370 Pence pro Aktie abgelehnt. Der Kampf hatte auch in der Führungsetage des Konzerns für Unruhe gesorgt: Anfang Juni war Unternehmenschef Roger Holmes entlassen worden und musste Stuart Rose Platz machen. Dieser lehnt eine Übernahme entschieden ab.

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