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ROUNDUP: Mehdorn sieht Bau des Transrapid in München nicht in GefahrDPA-Datum: 2004-07-02 11:46:35

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Bahn-Chef Hartmut Mehdorn sieht das Münchner Transrapid-Projekt nicht durch Finanzierungsprobleme in Gefahr. Es sei klar, dass das Projekt umgesetzt werde, sagte Mehdorn am Freitag in München. "Ich glaube, hier in München gibt es überhaupt keine Alternative, hier ist der Transrapid die goldene Lösung."

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Bahn-Chef Hartmut Mehdorn sieht das Münchner Transrapid-Projekt nicht durch Finanzierungsprobleme in Gefahr. Es sei klar, dass das Projekt umgesetzt werde, sagte Mehdorn am Freitag in München. "Ich glaube, hier in München gibt es überhaupt keine Alternative, hier ist der Transrapid die goldene Lösung."

Wenig Verständnis zeigte der Bahn-Chef für Berichte über deutlich höhere Baukosten. Bisher gebe es nur eine "Vorabidee" zu den Kosten. Genaue Zahlen seien bisher angesichts des frühen Planungsstandes nie genannt worden und sollten auch bis auf weiteres nicht genannt werden.

Am Vortag war ein Sachstandsbericht der Bundesregierung bekannt geworden, in dem von einem Fehlbetrag für das Projekt zwischen 600 Millionen bis zu einer Milliarde Euro ausgegangen wird. Bei entsprechender Preisanpassung für das Vorhaben wurden Gesamtkosten von 1,85 Milliarden Euro genannt, das wären 250 Millionen Euro mehr als bisher von der bayerischen Staatsregierung angesetzt. Der verkehrspolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Albert Schmidt, hatte vor diesem Hintergrund Zweifel an der Umsetzbarkeit des Projektes geäußert, zumal die Industrie kein Interesse an einer größeren finanziellen Beteiligung habe.

GENAUE PRÜFUNG

Mehdorn betonte dagegen, um Kosten, Wirtschaftlichkeit und Finanzierung des Projekts genau prüfen und festlegen zu können, müssten zunächst das Planfeststellungsverfahren die Kalkulation fertiggestellt werden. Dies sei voraussichtlich im Frühjahr 2005 der Fall. Das Projekt könne nach seiner Überzeugung so umgesetzt werden, dass es verkehrspolitisch und ökonomisch sinnvoll sei. Von der Bundesregierung forderte Mehdorn Klarheit über Budgets für Verkehrsinvestitionen.

Der Bahn-Chef bekräftigte zugleich die Pläne für einen Börsengang der Deutschen Bahn und wies Vorwürfe zurück, der Schritt sei zu früh geplant. Gerade in Zeiten knapper Verkehrs-Budgets biete ein Börsengang die Chance, sich Geld für Investitionen zu beschaffen. Dabei verwies Mehdorn auch auf das Beispiel der Lufthansa. "Die Lufthansa gäb es heute gar nicht mehr, wenn man sie nicht an die Börse gebracht hätte."

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