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ROUNDUP: Microsoft hat Bußgeld von 497 Mio Euro fristgerecht bezahltDPA-Datum: 2004-07-01 17:17:15

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Der Softwarekonzern Microsoft < MSFT.NAS > < MSF.FSE > hat das wegen Wettbewerbsverletzungen von der EU-Kommission verhängte Rekord-Bußgeld von etwa 497 Millionen Euro gezahlt. Das sagte ein Sprecher der EU-Kommission am Donnerstag in Brüssel. EU-Wettbewerbsbußgelder müssen beglichen werden, auch wenn Unternehmen - wie Microsoft - dagegen vor dem Luxemburger EU-Gericht klagen. Die Aktie vom Microsoft legte am Donnerstag in den USA bis 17.00 Uhr um 0,53 Prozent auf 28,71 Dollar zu

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Der Softwarekonzern Microsoft < MSFT.NAS > < MSF.FSE > hat das wegen Wettbewerbsverletzungen von der EU-Kommission verhängte Rekord-Bußgeld von etwa 497 Millionen Euro gezahlt. Das sagte ein Sprecher der EU-Kommission am Donnerstag in Brüssel. EU-Wettbewerbsbußgelder müssen beglichen werden, auch wenn Unternehmen - wie Microsoft - dagegen vor dem Luxemburger EU-Gericht klagen. Die Aktie vom Microsoft legte am Donnerstag in den USA bis 17.00 Uhr um 0,53 Prozent auf 28,71 Dollar zu

Die EU-Kommission hatte Microsoft im März mit dem Bußgeld von 497,2 Millionen Euro belegt, weil das Unternehmen sein Quasi-Monopol bei Betriebssystemen für Personalcomputer ausgenutzt und damit EU- Wettbewerbsrecht verletzt habe. Die EU-Kommission verzichtete vor wenigen Tagen angesichts des Rechtsstreits in Luxemburg vorläufig auf ihre Forderung auf Öffnung bestimmter Microsoft-Programme zu Gunsten von Software konkurrierender Anbieter.

GELD FÜR EU-HAUSHALT

Das Microsoft-Bußgeld fließt in den EU-Haushalt. Dies führt dazu, dass Mitgliedstaaten entsprechend weniger in die EU-Kasse einzahlen müssen. Da Deutschland etwa ein Viertel zum EU-Haushalt beiträgt, ergibt sich für Berlin eine Ersparnis dank Microsoft von etwa 125 Millionen Euro.

Am gestrigen Mittwoch hatte in den USA ein Berufungsgericht in Washington den Kartellrechtsvergleich zwischen Microsoft und dem US- Justizministerium sowie 18 amerikanischen Bundesstaaten am Mittwoch (Ortszeit) einstimmig bestätigt. Dies ist nach Darstellung amerikanischer Rechtsexperten ein wichtiger Sieg für Microsoft. Er dürfte die wichtigsten Wettbewerbsprobleme des weltgrößten Softwarekonzerns im heimischen Markt voraussichtlich beenden, da eine Fortsetzung dieser Klage kaum Erfolgsaussichten haben dürfte.

Der US-Bundesstaat Massachusetts sowie zwei Computer- und Softwareverbände hatten gegen den Vergleich geklagt und hatten härtere Auflagen gegen Microsoft gefordert.

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