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ROUNDUP: Mitsubishi Motors braucht mehr Geld zum ÜberlebenDPA-Datum: 2004-06-29 09:38:46

TOKIO (dpa-AFX) - Der angeschlagene japanische Autobauer Mitsubishi Motors < MMR.SQ1 > < MMO.FSE > braucht mehr Geld zum Überleben. Statt der bisher 450 Milliarden Yen benötige nun das Unternehmen 546 Milliarden Yen, hieß es von Japans viertgrößtem Autohersteller am Dienstag in Tokio. Die Mitsubishi-Gruppe und der Finanzinvestor Phoenix steckten bereits 295 Milliarden Yen in Mitsubishi Motors. DaimlerChrysler < DCX.ETR > , einer der Großaktionäre, hatte sich im April dagegen ausgesprochen, erneut Kapital in das japanische Unternehmen fließen zu lassen.

TOKIO (dpa-AFX) - Der angeschlagene japanische Autobauer Mitsubishi Motors < MMR.SQ1 > < MMO.FSE > braucht mehr Geld zum Überleben. Statt der bisher 450 Milliarden Yen benötige nun das Unternehmen 546 Milliarden Yen, hieß es von Japans viertgrößtem Autohersteller am Dienstag in Tokio. Die Mitsubishi-Gruppe und der Finanzinvestor Phoenix steckten bereits 295 Milliarden Yen in Mitsubishi Motors. DaimlerChrysler < DCX.ETR > , einer der Großaktionäre, hatte sich im April dagegen ausgesprochen, erneut Kapital in das japanische Unternehmen fließen zu lassen.

Eine höhere Finanzspritze als erwartet erhält nun Mitsubishi Motors von Phoenix Capital und JP Morgan. Die beiden Finanzinvestoren stellen weitere 250 Milliarden Yen für die Sanierung für das Autounternehmen bereit, teilte das Unternehmen am Dienstag in Tokio mit. Zuvor war von einer finanziellen Hilfe in Höhe von 170 Milliarden Yen die Rede gewesen. Im Gegenzug bekommt JP Morgan Vorzugsaktien im Wert von 150 Milliarden Yen und Phoenix Capital Stammaktien im Umfang von 100 Milliarden Yen. Auch Nippon Oil soll Vorzugsaktien in Höhe von einer Milliarde bekommen.

Nach dem Rückruf hunderttausender Fahrzeuge in diesem Jahr sowie der Verhaftung früherer Manager von Mitsubishi Motors und der inzwischen ausgegliederten Nutzfahrzeugsparte Mitsubishi Fuso wegen tödlicher Unfälle kämpft der DaimlerChrysler-Partner ums Überleben.

Angesichts befürchteter Absatzeinbrüche im Inland verschärft Mitsubishi seine Sparmaßnahmen. Bis Ende des Geschäftsjahres 2005/06 (31.März) sollen weitere Kosten in Höhe von 72,6 Milliarden Yen (545 Millionen Euro) eingespart werden, wie Mitsubishi kürzlich mitteilte. Einem unbestätigten Bericht der "Kyodo News Service" zufolge will Mitsubishi Motors die Produktion in seinem Stammwerk um 30 Prozent auf 32.500 Fahrzeuge reduzieren. In Mizushima werden etwa 70 Prozent der für den inländischen Markt bestimmten Fahrzeuge hergestellt. Eines der drei Fließbänder soll für drei Tage in der kommenden Woche gestoppt werden, hieß es in dem Bericht weiter.

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