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Roundup MTU hofft auf schnelle Eurofighter-Entscheidung - Umsatzrückgang

Deutschlands größter Triebwerkshersteller MTU hofft auf eine schnelle Entscheidung über die zweite Tranche des Eurofighters. Falls sich die Auftragserteilung weiter verzögere, sei mit Produktionsunterbrechungen zu rechnen, sagte MTU-Chef Klaus Steffens am Dienstag in München. Dadurch seien bis zu 600 Arbeitsplätze gefährdet. "Eine Unterbrechung der Produktionslinie und spätere Wiederaufnahme sind seitens der MTU nicht finanzierbar." Für einen reibungslosen Betrieb müsse der Auftrag im Oktober erteilt werden. "Wir stehen Gewehr bei Fuß." Die Eurofighter-Nationen sollen demnächst eine Kaufabsichtserklärung für die zweite Tranche von 236 der insgesamt 620 Flugzeuge unterzeichnen. Details sind aber noch umstritten.

dpa-afx MÜNCHEN. Deutschlands größter Triebwerkshersteller MTU hofft auf eine schnelle Entscheidung über die zweite Tranche des Eurofighters. Falls sich die Auftragserteilung weiter verzögere, sei mit Produktionsunterbrechungen zu rechnen, sagte MTU-Chef Klaus Steffens am Dienstag in München. Dadurch seien bis zu 600 Arbeitsplätze gefährdet. "Eine Unterbrechung der Produktionslinie und spätere Wiederaufnahme sind seitens der MTU nicht finanzierbar." Für einen reibungslosen Betrieb müsse der Auftrag im Oktober erteilt werden. "Wir stehen Gewehr bei Fuß." Die Eurofighter-Nationen sollen demnächst eine Kaufabsichtserklärung für die zweite Tranche von 236 der insgesamt 620 Flugzeuge unterzeichnen. Details sind aber noch umstritten.

Im ersten Halbjahr ging der MTU-Umsatz von 924 auf 872 Mill. ? zurück. Das Minus wurde vor allem im Zivilgeschäft und bei zivilen Instandhaltungen verzeichnet. Da beim Verkauf von neuen Triebwerken hohe Preisnachlässe von bis zu 90 % gewährt würden, erwirtschafte das Unternehmen einen großen Teil seiner Erlöse aus dem Verkauf von Ersatzteilen, sagte Steffens. Dadurch wirkten sich Schwankungen im Luftverkehr direkt auf das Geschäft des Unternehmens aus.

Das Nettoergebnis vor Sondereffekten, die im Zuge der Übernahme durch den US-Investor Kohlberg Kravis Roberts (KKR) zustande kamen, wurde im ersten Halbjahr laut Steffens von 44,1 auf 45,5 Mill. ? gesteigert. Dies sei vor allem auf eine strikte Kostendisziplin zurückzuführen. Im Frühjahr hatte MTU ein Restrukturierungsprogramm angekündigt. Zusammen mit anderen Programmen, die zum Teil bereits 2002 geplant wurden, sollen bis 2006 bis zu 1000 Stellen wegfallen. Ende Juni waren gut 7 700 Mitarbeiter bei dem Unternehmen beschäftigt, was im Vergleich zum Dezember einen Rückgang von 3,4 % bedeutet.

MTU war Ende 2003 von Daimlerchrysler AG an den US-Investor KKR verkauft worden und bereitet sich derzeit auf einen Börsengang vor. Ziel sei es, bis Ende 2006 die Kapitalmarktfähigkeit zu erreichen. Das Datum für einen Börsengang ließ Steffens jedoch offen.

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