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ROUNDUP: Ölpreis zieht wieder leicht an - Nervosität vor OPEC-Treffen

BEIRUT/LONDON (dpa-AFX) - Unmittelbar vor dem mit Spannung erwartetenTreffen der OPEC-Ölminister in Beirut wächst die Nervosität an deninternationalen Ölmärkten. An allen wichtigen Handelsplätzen kletterten dieÖlpreise am Donnerstagvormittag wieder, nachdem sie am Mittwoch deutlichgefallen - und am Dienstag kräftig gestiegen waren.

BEIRUT/LONDON (dpa-AFX) - Unmittelbar vor dem mit Spannung erwartetenTreffen der OPEC-Ölminister in Beirut wächst die Nervosität an deninternationalen Ölmärkten. An allen wichtigen Handelsplätzen kletterten dieÖlpreise am Donnerstagvormittag wieder, nachdem sie am Mittwoch deutlichgefallen - und am Dienstag kräftig gestiegen waren.

Die Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) will in Beirut einSignal für sinkende Ölpreise setzen. Saudi-Arabien bekräftigte kurz vor derSitzung, dass es zu einer Einigung über eine Anhebung des Förderziels vonderzeit 23,5 auf rund 26 Millionen Barrel (je 159 Liter) pro Tag kommen soll.Gegenwärtig liegt die faktische Produktion aber bereits bei 25,5 MillionenBarrel täglich. Damit sind die Möglichkeiten für ein weiteres Aufdrehen desÖlhahns begrenzt. Saudi-Arabien gilt mit einem Spielraum von rund 1,5 MillionenBarrel pro Tag als Schlüsselland. Die Vereinigten Arabischen Emirate haben ihreBreitschaft bekundet, mit einer Ausweitung der Produktion um 400.000 Barrel zurFördererhöhung der OPEC beizutragen.

ÖLPREIS STEIGT IN LONDON WIEDER ÜBER 37 DOLLAR

In Erwartung der OPEC-Beschlüsse hatten die Ölnotierungen am Mittwoch starknachgegeben, um am Donnerstag aber wieder anzuziehen: Im vorbörslichen Handelkletterte der Preis für Kontrakte der US-Warenterminbörse Nymex wieder über 40Dollar. Am Vorabend war der Rohölpreis in New York um 5,6 Prozent auf 39,96Dollar je Barrel (159 Liter) abgesackt. Brent-Nordseeöl kostete am Donnerstag ander International Petroleum Exchange (IPE) rund 37,26 Dollar, nach 36,86 Dollarzum Handelsschluss am Vortag.

Die Vereinigten Staaten unterstrichen vor dem OPEC-Treffen ihreEinschätzung, dass es im Interesse der Förderländer sei, mehr Öl auf den Marktzu bringen. Nach den Worten von US-Außenstaatssekretär Alan Larson sind die USAwegen der hohen Ölpreise "besorgt, aber nicht alarmiert". Die größtenAuswirkungen hätten diese Preise auf Länder mit mittlerem oder niedrigenEinkommen. Dies stelle ein Problem für die globale Wirtschaftserholung dar.

OPEC: ERHÖHUNG EHER PSYCHOLOGISCHES SIGNAL

Eine Erhöhung der Fördermenge wäre jedoch selbst nach Einschätzung der OPECeher ein psychologisches Signal für die Ölmärkte und würde diese nur kurzfristigentlasten. Dies sagte OPEC-Sprecher Omar Ibrahim vor dem außerordentlichenTreffen der Mitgliedstaaten in Beirut. Seinen Worten nach könnten die dreiOPEC-Staaten Saudi- Arabien, Kuwait und die Vereinigten Arabische Emirate ihreProduktion praktisch sofort um bis zu drei Millionen Barrel am Tag anheben.

Doch selbst eine Erhöhung um diese Menge dürfte seiner Einschätzung nichtlänger als 48 Stunden wirken, da Angebot und Nachfrage nicht das wirklicheProblem am Ölmarkt seien. Ein solcher Schritt könne jedoch ein Signal an dieMärkte sein.

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