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ROUNDUP: Ölpreise legen wieder kräftig zu - Unsicherheiten am MarktDPA-Datum: 2004-07-06 17:09:39

LONDON/NEW YORK (dpa-AFX) - Die Preise auf den internationalen Ölmärkten haben am Dienstag nach einer mehrwöchigen Entspannung wieder kräftig zugelegt. Ölhändler begründeten den Anstieg mit dem teilweisen Ausfall irakischer Ölexporte nach Sabotageakten auf Pipelines und den Problemen des russischen Ölproduzenten Yukos < YUSA.MUN > . Zudem belebte sich das Geschäft in den USA nach einem langen Wochenende wieder.

LONDON/NEW YORK (dpa-AFX) - Die Preise auf den internationalen Ölmärkten haben am Dienstag nach einer mehrwöchigen Entspannung wieder kräftig zugelegt. Ölhändler begründeten den Anstieg mit dem teilweisen Ausfall irakischer Ölexporte nach Sabotageakten auf Pipelines und den Problemen des russischen Ölproduzenten Yukos < YUSA.MUN > . Zudem belebte sich das Geschäft in den USA nach einem langen Wochenende wieder.

Besorgt registrieren die Ölhändler, dass es mit Ausnahme von Saudi Arabien kaum verfügbare Zusatzkapazitäten in den anderen OPEC-Ländern gibt. Die OPEC hatte ihre Förderquoten kürzlich um zwei Millionen Barrel (je 159 Liter) pro Tag aufgestockt und wollte sie im August nochmals um 500 000 Barrel auf dann 26 Millionen Barrel am Tag anheben. Laut Internationaler Energie-Agentur kann Saudi Arabien maximal 10 Millionen Barrel am Tag produzieren, fördert nach eigenen Angaben jetzt 9,1 Millionen Barrel.

In London lege der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im August bis zum Mittag um 1,52 Prozent auf 36,85 US-Dollar zu, den höchsten Preis seit Anfang Juni. Das sind in der Spitze knapp 4 US-Dollar mehr als noch vor einer Woche.

ÖLPREIS ÜBER 40 US-DOLLAR DENKBAR

Im elektronischen Handel am New Yorker Warenterminmarkt Nymex kostete Rohöl zur August-Lieferung am Dienstag gegenüber dem Vorwochenschluss 39,25 Dollar je Barrel (plus 2,24 Prozent). Die Preise für Benzin, Heizöl und Erdgas stiegen in New York ebenfalls jeweils um mehr als zwei Prozent.

Der New Yorker Ölpreis war nach der Ankündigung der OPEC - Produktionserhöhung von 42,45 Dollar Anfang Juni auf unter 36 Dollar je Barrel abgesackt. Er hatte jedoch in der vergangenen Woche wieder stark zugelegt.

US-Ölhändler halten Ölpreise von erneut deutlich über 40 Dollar je Barrel für durchaus denkbar, falls es zu neuen Lieferunterbrechungen im Irak, zu weiteren Terroranschlägen im Nahen Osten oder einer weiteren Zuspitzung der Yukos-Probleme kommen sollte. "Es gibt viel Öl, aber die Nachfrage ist so kräftig, dass jede Unterbrechung die Preise höher treibt, sagte Shelley Mansfield, Energiemanager bei ADM Investor Services International in London.

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