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ROUNDUP: Opel-Arbeiter hoffen auf Standortsicherung - Ergebnis im HerbstDPA-Datum: 2004-07-02 17:15:31

RÜSSELSHEIM/EISENACH (dpa-AFX) - Die Opel-Beschäftigten hoffen weiter auf eine Standortsicherung für die deutschen Werke des Autobauers. Die Verhandlungen zwischen Management und Betriebsrat können sich noch bis zum Herbst hinziehen. Das erfuhren die Opel- Mitarbeiter auf einer Betriebsversammlung in Rüsselsheim am Freitag, die sich über mehrere Stunden hinzog. "Der Betriebsrat verlangt umfassende Kapazitätszusagen und eine Beschäftigungssicherung bis 2010", sagte der Gesamtbetriebsratschef und stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende, Klaus Franz.

RÜSSELSHEIM/EISENACH (dpa-AFX) - Die Opel-Beschäftigten hoffen weiter auf eine Standortsicherung für die deutschen Werke des Autobauers. Die Verhandlungen zwischen Management und Betriebsrat können sich noch bis zum Herbst hinziehen. Das erfuhren die Opel- Mitarbeiter auf einer Betriebsversammlung in Rüsselsheim am Freitag, die sich über mehrere Stunden hinzog. "Der Betriebsrat verlangt umfassende Kapazitätszusagen und eine Beschäftigungssicherung bis 2010", sagte der Gesamtbetriebsratschef und stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende, Klaus Franz.

Bei den Gesprächen geht es um die künftige Verteilung von Entwicklung und Produktion an den deutschen Standorten Rüsselsheim, Bochum, Eisenach sowie Kaiserslautern. In Eisenach wird derzeit nur der Kleinwagen "Corsa" gebaut. In das Thüringer Fabrik waren Fertigungskapazitäten vom spanischen Saragosse verlegt worden, um die Auslastung zu erhöhen. In der Vergangenheit waren in Eisenach häufig zwei verschiedene Opel-Modelle gebaut worden. Dadurch konnten Marktschwankungen abgefedert werden. Die 1992 eröffnete Opel-Fabrik mit rund 1900 Beschäftigten ist Thüringens größter Industrie- Arbeitgeber.

Die Standort-Verhandlungen wurden in den vergangenen Wochen von der bevorstehenden Umstrukturierung im Europa-Geschäft des Autokonzerns General Motors Co. (GM) < GM.NYS > < GMC.FSE > überschattet, zu dem neben Opel auch Saab und Vauxhall gehören. Außerdem hatte die Entscheidung, einen Teil der Produktion des Kompakt-Vans Zafira von Bochum nicht ins Stammwerk Rüsselsheim, sondern ins polnische Gliwice zu verlegen, für Unruhe gesorgt. Das hochmoderne Rüsselsheimer Werk ist derzeit nicht ausgelastet, in der Produktion gilt bis Ende des Jahres eine 30-Stunden-Woche bei teilweisem Lohnausgleich.

Betriebsrat Franz sprach sich dafür aus, das Arbeitszeitmodell fortzusetzen und kritisierte die Zafira-Entscheidung. In den Verhandlungen zur Standortsicherung geht es auch um die Umsetzung des diesjährigen Metall-Tarifabschlusses und die Beibehaltung einer Betriebsvereinbarung mit übertariflichen Leistungen. Deren Kündigungsfrist wurde laut einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Freitagausgabe) verkürzt, so dass für die Gespräche noch bis zum 31. Oktober Zeit bleibt. Die Adam Opel AG schrieb 2003 operative Verluste in Höhe von 384 Millionen Euro und steht unter hohem Kostendruck. Der bisherige Opel-Vorstandschef Carl-Peter Forster war vor kurzem zum neuen Präsidenten von GM Europa berufen worden. Sein Nachfolger in der Rüsselsheimer Opel- Zentrale ist Hans Demant.

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