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ROUNDUP: Otto erwartet Umsatzplus - Bekenntnis zum Standort DeutschlandDPA-Datum: 2004-06-29 15:43:48

HAMBURG (dpa-AFX) - Der Handels- und Dienstleistungskonzern Otto ist nach einem eher schwachen Vorjahr mit einem kräftigen Umsatzplus in das neue Geschäftsjahr 2004/05 (28. Februar) gestartet. Im ersten Quartal (März bis Mai) stiegen die Umsätze der Otto Gruppe gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres um 4,1 Prozent, teilte Vorstandsvorsitzender Michael Otto am Dienstag in Hamburg mit. "Für die zweite Hälfte des Jahres erwarten wir wie im Ausland auch für Deutschland eine Belebung der Konsumnachfrage", sagte Otto. Das Stammhaus, der Otto Versand, legte im ersten Quartal beim Umsatz trotz der flauen Konsumkonjunktur um 6,3 Prozent zu.

HAMBURG (dpa-AFX) - Der Handels- und Dienstleistungskonzern Otto ist nach einem eher schwachen Vorjahr mit einem kräftigen Umsatzplus in das neue Geschäftsjahr 2004/05 (28. Februar) gestartet. Im ersten Quartal (März bis Mai) stiegen die Umsätze der Otto Gruppe gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres um 4,1 Prozent, teilte Vorstandsvorsitzender Michael Otto am Dienstag in Hamburg mit. "Für die zweite Hälfte des Jahres erwarten wir wie im Ausland auch für Deutschland eine Belebung der Konsumnachfrage", sagte Otto. Das Stammhaus, der Otto Versand, legte im ersten Quartal beim Umsatz trotz der flauen Konsumkonjunktur um 6,3 Prozent zu.

Der Konzern mit 123 Unternehmen in 19 Ländern wächst im Ausland stärker als im Inland und erwirtschaftet dort fast die Hälfte seines Umsatzes. "Dank unserer Präsenz in allen relevanten Wirtschaftsräumen sowie schneller Reaktionen auf alle Veränderungen am Markt können wir unterschiedliche Entwicklungen ausgleichen", sagte Otto. "Tendenziell schwachen Geschäften in Zentraleuropa wird durch Zuwächsen in anderen Regionen gegengesteuert." Dennoch bekenne sich Otto klar zum Standort Deutschland. "Wir investieren in Deutschland und verweigern uns Überlegungen, deutsche Arbeitsplätze in großem Umfang etwa nach Mittel- und Osteuropa auszulagern", sagte der Konzernchef. "Ich verstehe das als einen gewichtigen Faktor für den langfristigen Geschäftserfolg in diesem Land."

Wesentliches Geschäftsfeld mit einem Anteil von etwas weniger als 70 Prozent am Gesamtumsatz der Gruppe ist nach wie vor der Einzelhandel, neben Tourismus, Großhandel, Finanzdienstleistungen und Logistik. Otto ist nach Amazon der zweitgrößte Online-Händler der Welt und setzt auch weiter auf den Vertriebsmix von klassischem Versandhandel, stationärem Einzelhandel und Internet. "Der E-Commerce gewinnt beständig an Bedeutung", sagte Otto. Der hochrentable Vertriebsweg habe im abgelaufenen Geschäftsjahr seinen Bruttoumsatz um 24 Prozent auf zwei Milliarden Euro gesteigert und steuere zehn Prozent zum Otto-Umsatz bei. In fünf Jahren sollen es 20 Prozent sein.

Um die Geschäftsprozesse weiter zu verbessern, bekommt Otto eine neue Führungs- und Verwaltungsstruktur. Etwa 500 Arbeitsplätze in der Verwaltung fallen weg, was im wesentlichen über die natürliche Fluktuation abgewickelt werden soll. Im vergangenen Geschäftsjahr sank der Otto-Umsatz um 4,5 Prozent auf 14,3 Milliarden Euro. Der Gewinn vor Steuern (EBT) reduzierte sich um 7,3 Prozent auf 307 Millionen Euro. "Wir haben uns vom wirtschaftlichen Trend nicht ganz abkoppeln können, aber im Vergleich zum Gesamtmarkt gut behauptet", sagte Otto. Das Unternehmen beschäftigt mehr als 55.000 Mitarbeiter.

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