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ROUNDUP: Phoenix-Aktionäre entscheiden im Dezember über Übernahme durch ContiDPA-Datum: 2004-07-09 11:55:14

HAMBURG (dpa-AFX) - Die Aktionäre des Autozulieferers Phoenix < PHO.ETR > werden über die Übernahme durch den Konkurrenten Continental voraussichtlich im Dezember bei einer außerordentlichen Hauptversammlung entscheiden. Das gab Phoenix-Vorstandssprecher Meinhard Liebing am Freitag bei der ordentlichen Hauptversammlung in Hamburg bekannt. Mehr als 75 Prozent der Phoenix-Aktionäre haben ihre Zustimmung zur Übernahme erteilt, der Rest kann sich bis zum 19. Juli entscheiden. Die EU-Kommission hatte ein vertiefte Prüfung eingeleitet, weil sie Wettbewerbsbedenken hat. Ihre Entscheidung soll bis Ende Oktober vorliegen. Der Kurs der Phoenix-Aktie sank um 11.20 Uhr um 0,25 Prozent auf 15,90 Euro.

HAMBURG (dpa-AFX) - Die Aktionäre des Autozulieferers Phoenix < PHO.ETR > werden über die Übernahme durch den Konkurrenten Continental voraussichtlich im Dezember bei einer außerordentlichen Hauptversammlung entscheiden. Das gab Phoenix-Vorstandssprecher Meinhard Liebing am Freitag bei der ordentlichen Hauptversammlung in Hamburg bekannt. Mehr als 75 Prozent der Phoenix-Aktionäre haben ihre Zustimmung zur Übernahme erteilt, der Rest kann sich bis zum 19. Juli entscheiden. Die EU-Kommission hatte ein vertiefte Prüfung eingeleitet, weil sie Wettbewerbsbedenken hat. Ihre Entscheidung soll bis Ende Oktober vorliegen. Der Kurs der Phoenix-Aktie sank um 11.20 Uhr um 0,25 Prozent auf 15,90 Euro.

AUSBLICK FÜR 2004 BESTÄTIGT

Zur Hauptversammlung bestätigte Phoenix den Ausblick für 2004 und will Umsatz und Ergebnis des Vorjahres deutlich übertreffen. Der Umsatz fiel im zweiten Quartal zwar auf 250 Millionen Euro von 287,4 Millionen Euro 2003. Der Überschuss habe aber über dem des ersten Quartals von 7,6 Millionen Euro gelegen, hieß es. Im zweiten Quartal 2003 hatte der Gewinn nur 300.000 Euro betragen. Die Nettoverschuldung werde im laufenden Geschäftsjahr weiter gesenkt, hieß es weiter. Bis Ende Juni sanken die Schulden binnen Jahresfrist um 63 auf rund 275 Millionen Euro.

Vor der Übernahme steht Phoenix besser da als seit Jahren. Nach zwei Verlustjahren wurde 2003 wieder ein Jahresüberschuss von 5,5 Millionen Euro erzielt. Phoenix beschäftigt rund 9700 Mitarbeiter.

AUFSICHTSRATS-CHEF: CONTI-INTERESSE KAM ÜBERRASCHEND

Dass Continental < CON.ETR > in diesem Jahr nochmals als Interessent für Phoenix aufgetreten ist, sei völlig überraschend gekommen, sagte Phoenix-Aufsichtsratschef Claas E. Daun. Er führt gleichzeitig die Daun & Cie AG, die mit 22 Prozent größter Phoenix-Einzelaktionär ist und die Übernahme durch Conti gutheißt.

Bei der Interessenabwägung stelle sich eine Conti-Übernahme vorteilhafter dar, erläuterte Daun. Er verwies insbesondere auf die Phoenix- Gesamtverschuldung von rund 300 Millionen Euro. Dennoch forderte Daun die Aktionäre auf, ihre eigene Entscheidung zu treffen. "Die Übernahme ist in keiner Weise vollzogen, das letzte Wort haben die Kartellbehörden." Phoenix werde auch allein eine Zukunft haben, es werde dann nur etwas länger dauern, meinte Daun.

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