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ROUNDUP: Post hält an Postbank-Börsengang fest - Zeichnungsfrist endet Freitag

BONN (dpa-AFX) - Die Deutsche Post hält trotz zahlreicherSpekulationen um eine Absage unverändert am Fahrplan für den Börsengang ihrerTochter Postbank am nächsten Montag fest. "Wir arbeiten unsere Agenda ab undwollen unsere Tochter am kommenden Montag an die Börse bringen", sagte einePost-Sprecherin am Donnerstag. Eine Absage des Börsengangs, über die spekuliertwurde, sei nur eine "theoretische Möglichkeit".

BONN (dpa-AFX) - Die Deutsche Post hält trotz zahlreicherSpekulationen um eine Absage unverändert am Fahrplan für den Börsengang ihrerTochter Postbank am nächsten Montag fest. "Wir arbeiten unsere Agenda ab undwollen unsere Tochter am kommenden Montag an die Börse bringen", sagte einePost-Sprecherin am Donnerstag. Eine Absage des Börsengangs, über die spekuliertwurde, sei nur eine "theoretische Möglichkeit".

Vor dem Ende der Zeichnungsfrist an diesem Freitagabend um 18 Uhr werde esauch keinerlei weitere Entscheidungen geben, teilte die Post weiter mit. AusUnternehmenskreisen verlautete, dass voraussichtlich erst Sonntag die genauenDetails bekannt gegeben würden. Wie viele Aktien am Markt letztendlich platziertwürden, darüber werde die Nachfrage entscheiden, sagte die Post-Sprecherin. LautBeobachtern könnte die Post dann auch über eine Verlängerung der Zeichnungsfristentscheiden.

SPEKULATIONEN UM ABSAGE

Die "Financial Times Deutschland" hatte am Donnerstag einen ungenanntenPost-Sprecher mit den Worten zitiert, es sei alles möglich - "auch eineheruntergesetzte Tranche oder eine Absage". Damit waren die Spekulationen amMarkt erneut angeheizt worden.

In den vergangenen Tagen war vor allem darüber spekuliert worden, ob dasEmissionsvolumen oder die Preisspanne (31,50 bis 36,50 Euro) verringert werdenmüsse. Nach jüngsten Medienberichten trifft offenbar vor allem bei inländischenGroßinvestoren der Börsengang auf wenig Interesse. Laut "FAZ" sollen vor allemdie großen Fonds auf eine Senkung der Preisspanne drängen.

POST: FONDS POKERN

Doch gerade auf diese scheint die Post noch zu setzen. "Die Fonds pokern biszur letzten Minute", sagte die Post-Sprecherin. Offiziell betonte dasUnternehmen bislang, "bis zu 49,9 Prozent" der Postbank an die Börse bringen zuwollen. Früheren Angaben zufolge hofft die Post, mit der Hälfte der Tochter jenach Ausgabepreis zwischen 2,6 und 3 Milliarden Euro einzusammeln. Sollte dieNachfrage aber zu gering ausfallen, kann die Post immer noch auf ihre alteFormulierung "bis zu" verweisen und das Volumen reduzieren.

Eine Absage des Börsengangs wäre nach Meinung von Beobachtern mit einemenormen Imageschaden verbunden. Laut "FAZ" vom Donnerstag, unternehmen daheralle Beteiligten "große Bemühungen", dem Börsengang noch zum Erfolg zu helfen.Konsortialführer Deutsche Bank wollte sich am Donnerstag offiziell hierzu nichtäußern. Bei dem zweiten im Boot, Morgan Stanley, war niemand für eineStellungnahme zu erreichen.

BERLIN SCHWEIGT OFFIZIELL

Auch die Berliner Regierung hält sich mit einem offiziellen Kommentarzurück. "Das ist Marktgeschehen, das ist unternehmerisches Handeln, dazukommentieren wir nicht weiter", sagte am Donnerstag ein Sprecher desBundesfinanzministeriums

Der Börsengang der Deutschen Postbank, wenn er denn über die Bühne geht,wird die drittgrößte Neuemission der vergangenen fünf Jahre an der FrankfurterWertpapierbörse sein. Diesen Platz nimmt die Postbank nach dpa-Berechnungenunabhängig von der Preispanne für die Aktien ein.

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