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ROUNDUP: Postbank-Aktien starten mit 29,00 Euro - zweifach überzeichnet

FRANKFURT (dpa-AFX) - Beim wichtigsten deutschen Börsendebüt des Jahres sinddie Aktien der Postbank am Mittwochmorgen mit 29,00 Euro oberhalb desAusgabepreises in den Handel gestartet. Post-Chef Klaus Zumwinkel hatte dieAktie ursprünglich zwischen 31,50 und 36,50 Euro angeboten. Nach wochenlangenDiskussionen über den Wert der Aktien senkte die Post schließlich amWochenende die Zeichnungsspanne und das Ausgabevolumen für den freien Handel dader Börsengang wegen mangelnder Nachfrage sonst gescheitert wäre.

FRANKFURT (dpa-AFX) - Beim wichtigsten deutschen Börsendebüt des Jahres sinddie Aktien der Postbank am Mittwochmorgen mit 29,00 Euro oberhalb desAusgabepreises in den Handel gestartet. Post-Chef Klaus Zumwinkel hatte dieAktie ursprünglich zwischen 31,50 und 36,50 Euro angeboten. Nach wochenlangenDiskussionen über den Wert der Aktien senkte die Post schließlich amWochenende die Zeichnungsspanne und das Ausgabevolumen für den freien Handel dader Börsengang wegen mangelnder Nachfrage sonst gescheitert wäre.

Im elektronischen Xetra-Handel stieg der Kurs anfänglich bis auf 29,15 Euro,bevor er bis auf 28,80 Euro nachgab. "Fondsgesellschaften und Konsortialbankenwerden in den ersten Tagen dafür sorgen, dass der Kurs nicht unter denAusgabepreis fällt", sagte ein Frankfurter Händler voraus.

AUSGABEPREIS 28,50 EURO

Am Vorabend hatte die Deutsche Post die Aktien für 28,50 Euro ausgegeben,nachdem der Logistikkonzern die Zeichnungsspanne am Wochenende auf 28,00 bis32,00 Euro gesenkt hatte. Voran gegangen war eine intensive Diskussion über denrichtigen Preis für die Aktien der Post-Tochter. Die Nachfrage nach den fast 55Millionen Aktien überstieg schließlich das Angebot um das Doppelte.

Bei der Anleihe mit drei Jahren Laufzeit überstieg die Nachfrage das Angebotum das Vierfache. Zumwinkel wies darauf hin, dass die Post die Postbankfür 2,2 Milliarden Euro gekauft habe. Gemessen an dem jetzigenGesamtwert von 4,7 Milliarden Euro seien in den vergangenen fünfJahren 2,5 Milliarden Euro an Wert geschaffen worden.

KLEINANLEGER UNERWARTET STARK BETEILIGT

Während bei dem Börsengang ursprünglich vor allem institutionelle Investorenangesprochen werden sollten, freute sich Postbank-Chef Wulf von Schimmelmanndarüber, dass deutlich mehr Aktien an Kleinanleger gegangen seien, als vermutet.Dies zeige die Verankerung der Postbank in der Bevölkerung. Mehr als 20 Prozentder Postbank-Aktien gingen an private Anleger, 28 Prozent an institutionelleInvestoren in Deutschland.

Der weltgrößte Logistikkonzern werde den Erlös des Börsengangs in dreiBereiche stecken, bekräftigte Zumwinkel. So sei der Aufbau eines europäischenLogistiknetzes zu Lande und in der Luft geplant, wie es Mitbewerber in den USAbereits in den vergangenen Jahrzehnten aufgebaut hätten. Zugleich werde das Geldfür Unternehmenskäufe und die Schuldentilgung verwendet.

KEINE KLAGE GEGEN DEUTSCHE BANK

Trotz der Indiskretionen beim Börsengang werde die Post auf eineSchadensersatzklage gegen die Deutsche Bank verzichten, deutete Zumwinkel an:"Wir schauen in die Zukunft, nicht in die Vergangenheit." Ein internes Papierder Konsortialführerin, dass an die Öffentlichkeit gelangt war, hatte der Wertder Postbank deutlich niedriger angesetzt wurde als von der Post beziffert. Aufdie Frage, wie viel dieses Papier an Preisspanne gekostet habe, hatte Zumwinkelam Sonntag "Einiges" geantwortet.

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