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ROUNDUP Presse: Kaum Investoren für Postbank - Spekulationen um Übernahme

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Deutsche Post findet einem Presseberichtzufolge kaum Großinvestoren für ihre Tochter Postbank. Wegen der geringenNachfrage gerieten die Bonner nun unter Druck, die Preisspanne für denBörsengang zu senken, berichtete die "Financial Times" in ihrer Montagausgabe.Zur Halbzeit der Zeichnungsfrist hätten kaum Großinvestoren das Papiergezeichnet. Das Blatt zitiert einen leitenden Manager einer Konsortialbank: "Wirhaben ungefähr 60 Investoren kontaktiert und sie haben alle abgelehnt."

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Deutsche Post findet einem Presseberichtzufolge kaum Großinvestoren für ihre Tochter Postbank. Wegen der geringenNachfrage gerieten die Bonner nun unter Druck, die Preisspanne für denBörsengang zu senken, berichtete die "Financial Times" in ihrer Montagausgabe.Zur Halbzeit der Zeichnungsfrist hätten kaum Großinvestoren das Papiergezeichnet. Das Blatt zitiert einen leitenden Manager einer Konsortialbank: "Wirhaben ungefähr 60 Investoren kontaktiert und sie haben alle abgelehnt."

Unterdessen wird über eine mögliche Übernahme der Hanseatic Bank durch diePostbank spekuliert. "Es laufen konkrete Gespräche", berichtet das"Handelsblatt" (Dienstag) unter Berufung auf Finanzkreise. Die Hanseatic Bankist eine hundertprozentige Tochter des Otto-Konzerns und vergibt vor allemKonsumenten- und Immobilienkredite an Otto-Kunden.

KEINE STELLUNGNAHME ZU SPEKULATIONEN

Für die Postbank wäre der Kauf der Hanseatic eine Möglichkeit, wieangekündigt das Konsumentenkreditgeschäft auszuweiten, schreibt die Zeitung. EinPostbanksprecher wollte sich nicht äußern. "In der derzeitigen Phase können wirzu derartigen Spekulationen keine Stellung nehmen", sagte er dem "Handelsblatt".Ein Otto-Sprecher sagte der dpa, es gebe mit mehreren europäischen BankenGespräche über eine strategische Partnerschaft für die Hanseatic Bank.

Der frühere Bundesfinanzminister Theo Waigel (CSU) ist trotz derAnlaufschwierigkeiten vom Börsengang der Postbank überzeugt. "Die Postbankselbst hat keine Fehler gemacht", sagte Waigel in einem dpa- Gespräch. Die Bankhabe ihre Hausaufgaben erledigt. Zur Diskussion über die Preisspanne wollte sichWaigel nicht konkret äußern. "Die Postbank ist gut aufgestellt und bietetausgezeichnete Möglichkeiten für die Zukunft." Waigel hatte alsBundesfinanzminister die Privatisierung der Deutschen Post eingefädelt.

Vergangene Woche sei den Investoren bereits Entgegenkommen signalisiertworden, berichtete die "Financial Times" weiter. So sollen sie gefragt wordensein, wie weit die derzeitige Preisspanne von 31,50 bis 36,50 Euro gesenktwerden müsse, damit die Bereitschaft zur Zeichnung steige. Unterdessenberichtete die "Financial Times Deutschland" (Montag), nur knapp die Hälftealler Post-Mitarbeiter und 63-Prozent der Postbank-Beschäftigten hätten Aktiengezeichnet./

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