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Roundup Presse: Putin gegen Russland-Pläne von SiemensDPA-Datum: 2004-07-14 15:23:56

(dpa-AFX) Moskau - Das Interesse des Siemens < SIE.ETR > -Konzerns am russischen Turbinen-Spezialisten Silowyje Maschiny stößt nach Medienberichten auf Widerstand im Kreml. Präsident Wladimir Putin sei gegen eine ausländische Übernahme des teilweise auch in der Rüstungsbranche aktiven Konzerns, berichtete die Moskauer Wirtschaftszeitung "Wedomosti" am Mittwoch unter Berufung auf eine Quelle in der Präsidialverwaltung.

(dpa-AFX) Moskau - Das Interesse des Siemens < SIE.ETR > -Konzerns am russischen Turbinen-Spezialisten Silowyje Maschiny stößt nach Medienberichten auf Widerstand im Kreml. Präsident Wladimir Putin sei gegen eine ausländische Übernahme des teilweise auch in der Rüstungsbranche aktiven Konzerns, berichtete die Moskauer Wirtschaftszeitung "Wedomosti" am Mittwoch unter Berufung auf eine Quelle in der Präsidialverwaltung.

Der Kreml wolle zudem ein anderes Teilgeschäft des Konzerns, die Herstellung von Turbinen für Atomkraftwerke, nicht in den Händen eines ausländischen Unternehmens sehen, vermutete die Analystin Jelena Sachnowa von der Investmentgesellschaft UFG. Der Siemens - Konzern wiederholte, Optionen für eine engere Partnerschaft mit Silowyje Maschiny (Power Machines/PM) würden geprüft. Derzeit hält Siemens etwa vier Prozent an dem russischen Konzern, dessen Einnahmen 2003 um 27 Prozent auf 352 Millionen Dollar (283 Mio Euro) stiegen.

Medien: Siemens Bietet 245 Millionen Dollar

Der Vorstandschef von Silowyje Maschiny, Jewgeni Jakowlew, hatte am Vortag in Moskau mitgeteilt, Siemens wolle das Unternehmen übernehmen. Russische Medien berichteten, der deutsche Konzern böte 245 Millionen Dollar (197 Mio Euro) für den Mehrheitsanteil, den bislang die Finanz-Industrie-Gruppe Interros hält.

Interros hatte ebenfalls am Dienstag zur allgemeinen Verwunderung in Moskau angekündigt, doch noch die seit langem geplante Fusion mit dem größten russischen Maschinenbau-Konzern OMZ vollziehen zu wollen. Sollte dieser innerrussische Zusammenschluss stattfinden, wäre Siemens nach Ansicht russischer Experten aus dem Geschäft.

Manche Analysten glauben aber weiter an einen Zuschlag an Siemens. "Es sieht ganz so aus, dass der Verkauf der Kontrollmehrheit an Siemens schon entschieden ist", heißt es bei der Investmentgesellschaft Renaissance Capital. Eine Zustimmung der Regierung sei kein Problem, wenn man die für Siemens ohnehin uninteressanten Rüstungsbereiche von Silowyje Maschiny ausgliedere und an Staatsunternehmen veräußere.

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