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Roundup Reisekonzerne erwarten kaum wirtschaftliche Folgen aus Flutkatastrophe

Die deutschen Reiseunternehmen Tui und Thomas Cook sowie die Deutsche Lufthansa erwarten keine größeren wirtschaftlichen Folgen aus der Flutkatastrophe in Südostasien.

dpa-afx FRANKFURT. Die deutschen Reiseunternehmen Tui und Thomas Cook sowie die Deutsche Lufthansa erwarten keine größeren wirtschaftlichen Folgen aus der Flutkatastrophe in Südostasien. Nach aktuellen Berichten sind bei den durch ein Beben ausgelösten Flutwellen in Indien, Sri Lanka, Indonesien und anderen Ländern Südostasiens mehr als 22 000 Menschen ums Leben gekommen.

"Es wird keine signifikanten Auswirkungen auf unser Ergebnis haben", sagte eine Tui-Sprecherin am Montag der dpa-AFX. Tui erziele mit Südostasien etwa ein bis zwei Prozent des Umsatzes. Rund 2000 Gäste konzernweit seien von der Naturkatastrophe betroffen. Eigene Hotels habe die Tui in den Katastrophen-Regionen nicht.

Auch die zur jeweils zur Hälfte zur Deutschen Lufthansa und Karstadt-Quelle gehörende Thomas Cook AG geht nicht von nennenswerter finanzieller Belastung aus. Das Unternehmen erwirtschafte nur etwa ein Prozent des Umsatzes mit den betroffenen Regionen. Die Lufthansa selbst erwartet keinen wirtschaftlichen Schaden. "Wir fliegen die betroffenen Ziele nicht an", begründete eine Sprecherin.

Flutkatastrophe Belastet Reiseaktien

Auch die Branchenexperten erwarten durch die Flutkatastrophe rechnen nicht mit wirtschaftlichen Belastung die deutschen Reiseunternehmen und Fluggesellschaften. Dennoch gab die Tui-Aktie am frühen Nachmittag um 1,34 Prozent auf 17,70 Euro nach. Die Papiere der Deutschen Lufthansa verloren 0,67 Prozent auf 10,48 Euro und die Titel von Karstadt-Quelle büßten 1,03 Prozent bei 7,67 Euro ein. Das Börsenbarometer Dax legte gleichzeitig um 0,09 Prozent auf 4 255,40 Punkte zu. Der MDax fiel um 0,05 Prozent auf 5 365,52 Zähler.

Die Kosten der Naturkatastrophe für Tui dürften nach ersten Schätzungen des Merck-Finck-Analysten Robert Heberger im niedrigen bis mittleren einstelligen Millionenbereich liegen. Das habe keine Auswirkungen auf das Ergebnis. Ein Analyst aus Düsseldorf sagte: "Momentan sind einfach Ängste im Markt." Diese seien aber sicher überzogen. Tui habe seinen Schwerpunkt vor allem in Europa und dort im Mittelmeerraum.

Deutsche Urlauber Vermisst

In den von der Katastrophe betroffenen Regionen gelten mehrere deutsche Touristen noch als verschollen. "Wir vermissen vier Personen in Sri Lanka", sagte die Sprecherin des Reisekonzerns Tui, Stefanie Rother, in Hannover. Die Hotels an der Südküste, in denen sie untergebracht waren, seien unbewohnbar. Zudem sei es nicht gelungen, zu einigen Urlaubern in Khao Lak im Süden Thailands Kontakt aufzunehmen. Eine Zahl konnte sie dazu nicht nennen.

Der Tourismuskonzern Thomas Cook hat hingegen noch keine Erkenntnisse über verletzte oder vermisste Gäste in Südasien. Derzeit hielten sich rund 4 000 Reisende der Thomas Cook AG (Neckermann, Thomas Cook, Condor) in Thailand, Sri Lanka und auf den Malediven auf, sagte ein Unternehmenssprecher am Montag. Es könne noch Tage dauern, bis es gesicherte Informationen über den Verbleib der Touristen in den betroffenen Regionen gebe. In Khao Lak nördlich von Phuket hätten noch nicht alle Hotels erreicht werden können.

Von der Rewe Pauschaltouristik sind von der Seebeben-Katastrophe in Süd- und Südostasien 1 600 Urlauber betroffen. Die Touristen, die mit ITS, Jahn Reisen und Tjaereborg nach Thailand, Sri Lanka und auf die Malediven reisten, sollen möglichst bald zurückgeholt werden.

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