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Roundup Rhiel: Fraspa-Einstieg stärkt Helaba - Streit um Kaufpreis

(dpa-AFX) Frankfurt/Wiesbaden - Nach der grundsätzlichen Einigung zur Übernahme der Frankfurter Sparkasse durch die Landesbank Hessen-Thüringen kündigt sich Streit um den Kaufpreis an. Frankfurts Kämmerer Horst Hemzal (CDU) sagte der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Freitagsausgabe), dass er mit drei verschiedenen Wertgutachten rechne. Die konkurrierenden Expertisen würden voraussichtlich jeweils von den bisherigen Eignern Stadt (40 Prozent) und Polytechnische Gesellschaft (60 Prozent) sowie von der Helaba selbst in Auftrag gegeben.

(dpa-AFX) Frankfurt/Wiesbaden - Nach der grundsätzlichen Einigung zur Übernahme der Frankfurter Sparkasse durch die Landesbank Hessen-Thüringen kündigt sich Streit um den Kaufpreis an. Frankfurts Kämmerer Horst Hemzal (CDU) sagte der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Freitagsausgabe), dass er mit drei verschiedenen Wertgutachten rechne. Die konkurrierenden Expertisen würden voraussichtlich jeweils von den bisherigen Eignern Stadt (40 Prozent) und Polytechnische Gesellschaft (60 Prozent) sowie von der Helaba selbst in Auftrag gegeben.

In Frankfurter Finanzkreisen wird der Wert der Fraspa auf eine Summe im oberen dreistelligen Millionenbereich beziffert. "Ich halte einen Preis von rund einer Milliarde Euro für die Fraspa für realistisch", sagte hingegen Hemzal. Damit wäre der städtische Anteil von 40 Prozent an dem Kreditinstitut 400 Millionen Euro wert.

Der geplante Einstieg der Helaba bei der Fraspa wird die Landesbank nach Einschätzung von Wirtschaftsminister Alois Rhiel (CDU) stärken. "Vor allem im Privatkundengeschäft profiliert die Bank sich besser für den Wettbewerb", sagte Rhiel am Donnerstag in einem dpa-Gespräch. Der Kaufpreis belaste die Bank und ihr künftiges Rating nicht. "Die Helaba hat das Geld", sagte Rhiel.

Am Mittwochabend hatten Vertreter der beiden Banken, der Länder Hessen und Thüringen, des Sparkassenverbandes und der bisherigen Fraspa-Eigentümer unter Leitung von Ministerpräsident Roland Koch (CDU) den Helaba-Einstieg bei der Sparkasse grundsätzlich beschlossen. Dies werde nun sehr schnell umgesetzt. Er rechne mit einer dauerhaften Verbindung zwischen Helaba und Fraspa, sagte Rhiel. Nach den Vorschlägen des Gutachtens der Investmentbank Goldman Sachs soll die Fraspa in eine Aktiengesellschaft umgewandelt werden.

Voraussetzung für eine erfolgreiche strategische Verbindung sei allerdings, dass die derzeit verlustreiche Sparkasse wieder rentabel arbeite. "Dazu müssen Synergieeffekte genutzt werden", betonte Rhiel. Die Einzelheiten würden derzeit untersucht. Er rechne aber nicht mit betriebsbedingten Kündigungen, sondern - wenn nötig - mit Personalabbau über die natürliche Fluktuation. "Die Fraspa kommt zurück auf den Erfolgspfad, da bin ich sicher", sagte der hessische Wirtschaftsminister.

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