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ROUNDUP: Ringen um Marks & Spencer spitzt sich zu - Green mit erhöhtem AngebotDPA-Datum: 2004-07-07 11:33:30

LONDON (dpa-AFX) - Der Kampf um Marks & Spencer (M & S) < MKS.ISE > < MKS.FSE > geht in die entscheidende Phase: Philip Green hat am Mittwoch sein Angebot für den britischen Traditionsunternehmen aufgestockt und will 400 Pence pro Aktie bieten. Das Gebot gilt bis 6. August und ist endgültig. "Ich habe die Nase voll davon, zum Narren gehalten zu werden", sagte der Milliardär. Am Vortag hatte die britische Übernahmekommission die Frist für ein endgültiges Gebot auf 12 Uhr am 6. August festgelegt. Die Übernahme wäre das bisher größte Leverage-Buyout in Europa. Bei einer solchen Transaktion wird die Übernahme vor allem mit Fremdkapital finanziert.

LONDON (dpa-AFX) - Der Kampf um Marks & Spencer (M & S) < MKS.ISE > < MKS.FSE > geht in die entscheidende Phase: Philip Green hat am Mittwoch sein Angebot für den britischen Traditionsunternehmen aufgestockt und will 400 Pence pro Aktie bieten. Das Gebot gilt bis 6. August und ist endgültig. "Ich habe die Nase voll davon, zum Narren gehalten zu werden", sagte der Milliardär. Am Vortag hatte die britische Übernahmekommission die Frist für ein endgültiges Gebot auf 12 Uhr am 6. August festgelegt. Die Übernahme wäre das bisher größte Leverage-Buyout in Europa. Bei einer solchen Transaktion wird die Übernahme vor allem mit Fremdkapital finanziert.

ANGEBOT 9,1 MILLIARDEN PFUND WERT - PRÜFUNG DES UNTERNEHMENSWERTS ENTSCHEIDEND

Die US-Fondsgesellschaft Brandes Investment Partners, größter M & S-Aktionär mit 11,7 Prozent, sei bereit, diesem Vorschlag zuzustimmen. "Ich habe Brandes vergangene Nacht am Telefon erwischt und gesagt: Es geht so nicht weiter. Wir wollen eure Aktie. Lasst uns vorankommen", sagte Green im Interview mit der Finanznachrichtenagentur AFX.

Mit dem neuen Angebot würde Green 9,1 Milliarden englische Pfund (13,62 Milliarden Euro) für die Lebensmittel- und Bekleidungskette zahlen. Es beinhaltet eine Bargeld- und Aktienkomponente von 335 Pence pro Aktie sowie einen 30 Prozent-Anteil am Kapital seines Unternehmens Revival. Das neue Angebot sei jedoch vom Ergebnis der Prüfung des Unternehmenswerts und der Zustimmung der Führungsriege von Marks & Spencer abhängig, sagte Green weiter.

WIEDERHOLTER ÜBERNAHME-VERSUCH - KAMPF FÜHRTE ZU UMBAU DER M & S-FÜHRUNG

Das Angebot ist der wiederholte Versuch Greens, den angeschlagenen Konzern zu übernehmen. Der britische Milliardär hat sein Vermögen mit dem Kauf und der Umstrukturierung danieder liegender Einzelhandelsunternehmen gemacht und hatte Zeitungsberichten zufolge zwischenzeitlich seine Bereitschaft auch für eine feindliche Übernahme signalisiert.

Zuletzt hatte der M & S-Vorstand am 16. Juni ein Gebot von "nicht weniger als" 370 Pence pro Aktie abgelehnt. Der Kampf hatte auch in der Führungsetage des Konzerns für Unruhe gesorgt: Anfang Juni war Unternehmenschef Roger Holmes entlassen worden und musste Stuart Rose Platz machen. Dieser lehnt eine Übernahme entschieden ab. "Ich habe diesen Job nicht übernommen, um das Geschäft zu verkaufen", sagte er bei seinem Antritt. Einzelne Geschäftsbereiche wurden ebenfalls mit neuen Führungskräften besetzt.

VERLUSTE IN DEN VERGANGENEN JAHREN - RÜCKZUG AUS KONTINENTALEUROPA

Marks & Spencer war einst in ganz Europa vertreten und galt als eines der Aushängeschilder Großbritanniens. In Deutschland unterhielt das Unternehmen unter anderem in Frankfurt, Hamburg und Köln Häuser in den Top-Einkaufsmeilen. In den vergangenen Jahren verlor das Unternehmen jedoch konstant Marktanteile und zog sich bis Ende 2001 weitgehend vom europäischen Festland zurück. Nur im Osten und Süden Europas gibt es noch wenige Franchise-Unternehmen.

Ziel des Rückzugs war, die Marktführerschaft in Großbritannien wiederherzustellen. Vor allem im Kernmarkt Großbritannien sank der Umsatz gleichwohl beständig. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hatte die Kette einen leicht gestiegenen Vorsteuergewinn von 739,8 Millionen Pfund nach 715,7 Millionen Pfund im Vorjahr erzielt. M & S kündigte an, den Umsatz in diesem Jahr vor allem durch mehr Verkaufsflächen steigern und mehrere Geschäfte neu eröffnen zu wollen.

Die Aktie von M & S reagierte in Folge des neuen Angebots positiv und stieg in London am Mittwoch um 11.10 Uhr um 5,28 Prozent auf 379 Pence.

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