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ROUNDUP: Rückschlag für deutschen Einzelhandel - Commerzbank: Keine EntwarnungDPA-Datum: 2004-07-01 09:18:16

WIESBADEN (dpa-AFX) - Die deutschen Einzelhändler haben im Mai wieder einen deutlichen Umsatzrückgang hinnehmen müssen. Die Umsätze seien saison- und kalenderbereinigt nach zwei Anstiegen in den Vormonaten in Folge wieder gesunken, teilte das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden auf Basis vorläufiger Zahlen mit.

WIESBADEN (dpa-AFX) - Die deutschen Einzelhändler haben im Mai wieder einen deutlichen Umsatzrückgang hinnehmen müssen. Die Umsätze seien saison- und kalenderbereinigt nach zwei Anstiegen in den Vormonaten in Folge wieder gesunken, teilte das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden auf Basis vorläufiger Zahlen mit.

Aus Sicht der Commerzbank zeichnet sich damit noch keine Trendwende ab. Der Abwärtstrend sei zwar im Frühjahr gestoppt; die erhoffte Belebung sei aber bislang ausgeblieben, heißt es in einer am Donnerstag veröffentlichten Studie. Im Mai ist der bereinigte Einzelhandelsumsatz real um 1,7 Prozent und nominal um 1,5 Prozent zum Vormonat zurückgegangen. Auch in den kommenden Monaten erwartet die Commerzbank keinen deutlichen Anstieg der Konsumausgaben. Voraussetzung für eine länger anhaltende merkliche Expansion der Konsumnachfrage wäre eine Wende am Arbeitsmarkt. Diese sei aber frühestens in der zweiten Jahreshälfte zu erwarten.

DEUTLICHERER RÜCKGANG ZUM VORJAHR

Im Jahresvergleich ergab sich im Mai ein noch deutlicherer Umsatzrückgang. Die Umsätze sanken nominal um 4,8 Prozent und real 5,2 Prozent im Jahresvergleich. Die Statistiker wiesen allerdings darauf hin, dass der Mai im laufenden Jahr zwei Verkaufstage weniger hatte als der Mai im Vorjahr. In den ersten fünf Monaten des Jahres setzte der Einzelhandel nominal 2,0 Prozent und real 1,8 Prozent weniger um als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.

Das vorläufige Ergebnis wurde aus Daten von sechs Bundesländern berechnet, der 81 Prozent des Gesamtumsatzes im deutschen Einzelhandel auf sich vereinigt. Im April war der bereinigte Umsatz um 0,2 Prozent (real) sowie 0,6 Prozent (nominal) gestiegen.

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