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ROUNDUP: Samuelsson wird neuer MAN-Chef - Stellenabbau trotz reger Nachfrage

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Der Schwede Hakan Samuelsson wird als erster AusländerChef des Maschinenbau- und Nutzfahrzeuge-Konzerns MAN Der 53-jährigeLeiter der Nutzfahrzeuge-Sparte wurde vom Aufsichtsrat am Mittwoch zumNachfolger des Vorstandsvorsitzenden Rudolf Rupprecht berufen, der Ende desJahres in den Ruhestand geht. "Der Aufsichtsrat ist überzeugt, dass HerrSamuelsson die MAN-Gruppe mit Erfolg führen und auf die künftigenHerausforderungen ausrichten wird", sagte Aufsichtsrats-Chef Volker Jung auf derHauptversammlung in München. In diesem Jahr will MAN trotz florierenderNachfrage nochmals 500 Arbeitsplätze zusätzlich abbauen. Die Prognose für daslaufende Jahr hob der Konzern an.

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Der Schwede Hakan Samuelsson wird als erster AusländerChef des Maschinenbau- und Nutzfahrzeuge-Konzerns MAN Der 53-jährigeLeiter der Nutzfahrzeuge-Sparte wurde vom Aufsichtsrat am Mittwoch zumNachfolger des Vorstandsvorsitzenden Rudolf Rupprecht berufen, der Ende desJahres in den Ruhestand geht. "Der Aufsichtsrat ist überzeugt, dass HerrSamuelsson die MAN-Gruppe mit Erfolg führen und auf die künftigenHerausforderungen ausrichten wird", sagte Aufsichtsrats-Chef Volker Jung auf derHauptversammlung in München. In diesem Jahr will MAN trotz florierenderNachfrage nochmals 500 Arbeitsplätze zusätzlich abbauen. Die Prognose für daslaufende Jahr hob der Konzern an.

Die Entscheidung des Aufsichtsrats für Samuelsson fiel einstimmig. DerSchwede habe durch effektives Kostenmanagement die Profitabilität der Lastwagen-und Bussparte deutlich gesteigert, sagte Jung. Nach zwei verlustreichen Jahrenhatten die MAN-Nutzfahrzeuge 2003 auch durch den Abbau von 4500 Stellen wiedereinen Gewinn von 100 Millionen Euro erzielt. Neuer MAN-Nutzfahrzeuge-Chef wirdAnton Weinmann, bisher Controlling-Vorstand der Sparte. Aufsichtsrats-Chef Jungund Aktionärsvertreter dankten Rupprecht für seine Arbeit. "MAN hat sich trotzdes schwierigen Umfelds sehr gut geschlagen", sagte Claudia Geercken von derDeutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) vor 1500 Anteilseignern.

FAHRT AUFGENOMMEN

In den ersten fünf Monaten nahm MAN kräftig Fahrt auf. Der Umsatz stieg um10 Prozent auf 5,2 Milliarden Euro. Der Auftragseingang legte um 22 Prozent auf6,2 Milliarden Euro zu. Im Monat Mai wuchsen die Bestellungen sogar um 34Prozent. Wegen der hohen Nachfrage erhöhte Rupprecht die Prognosen für daslaufende Jahr leicht. "Beim Auftragseingang sollten wir nahe an einen prozentualzweistelligen Zuwachs herankommen", sagte Rupprecht. Das Plus beim Umsatz werdezwar etwas geringer ausfallen, aber auch hier sei man optimistischer geworden.Bisher hatte MAN einen Zuwachs von sechs Prozent bei Umsatz und Ergebnisangekündigt. Das Ergebnis vor Steuern will MAN weiterhin um mehr als 50 Prozentauf etwa 400 Millionen Euro steigern.

Trotz des lebhaften Geschäfts soll der Stellenabbau bei MAN forciertwerden. Betroffen von den 500 zusätzlichen Stellen in diesem Jahr seien vorallem Arbeitsplätze beim Raumfahrt-Zulieferer MAN Technologie und imBogenmaschinenbereich sowie in Dänemark im Zuge der Zusammenlegung vonFertigungsstätten, sagte Rupprecht. Etwa die Hälfte des zusätzlichenStellenabbaus entfällt auf Deutschland. Bisher hatte MAN bereits den Abbau von1000 Arbeitsplätzen in Deutschland in diesem Jahr angekündigt. In denvergangenen Jahren waren konzernweit 6.000 Stellen gestrichen worden. MANbeschäftigte Ende des vergangenen Jahres 64.000 Menschen weltweit.

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