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Roundup Shell steigert Nettogewinn im 2. Quartal - Basell-JV wird geprüft

(dpa-AFX) London - Der niederländisch-britische Ölkonzern Royal Dutch Shell < RDA.ASX > < ROY.FSE > < Shel.ISE > < She1.FSE > hat im zweiten Quartal seinen Nettogewinn um mehr als die Hälfte gesteigert. Der Gewinn sei um 54 Prozent auf 4,0 Milliarden US-Dollar geklettert, teilte das Unternehmen am Donnerstag in London mit. Beim gemeinsam mit Basf < BAS.ETR > geführten Joint-Venture Basell würden die strategischen Optionen einer Prüfung unterzogen, hieß es weiter.

(dpa-AFX) London - Der niederländisch-britische Ölkonzern Royal Dutch Shell < RDA.ASX > < ROY.FSE > < Shel.ISE > < She1.FSE > hat im zweiten Quartal seinen Nettogewinn um mehr als die Hälfte gesteigert. Der Gewinn sei um 54 Prozent auf 4,0 Milliarden US-Dollar geklettert, teilte das Unternehmen am Donnerstag in London mit. Beim gemeinsam mit Basf < BAS.ETR > geführten Joint-Venture Basell würden die strategischen Optionen einer Prüfung unterzogen, hieß es weiter.

Den Angaben zufolge ist sowohl ein Anteilsverkauf als auch ein Börsengang des Shell und Basf zu jeweils 50 Prozent gehörenden Kunststoffvorproduktunterne hmens möglich. Basell zählt weltweit 6.500 Mitarbeiter und kam 2003 auf einen Umsatz von 6 Milliarden Euro.

Aktien Legen ZU

Die Aktien von Shell und Royal Dutch reagierten am Vormittag mit leichten Zugewinnen. Shell stieg bis 10.50 Uhr um 1,09 Prozent auf 394,25 Pence. Der Ftse-100-Index < UKX.ISE > notierte zur selben Zeit 0,91 Prozent im Plus bei 4.395,90 Punkten. Royal Dutch kletterten ebenfalls um 1,09 Prozent auf 41,86 Euro. Der Eurostoxx 50 < Sx5e.DJX > lag 1,23 Prozent höher bei 2.698,73 Zählern.

Der Gewinn zu aktuellen Widerbeschaffungskosten lag bei Shell mit 3,768 Milliarden Dollar gerade noch im Rahmen der Erwartungen. Die Schätzungen der Analysten bewegten sich zwischen 3,5 und 4,3 Milliarden Dollar. Im Vorjahr hatte der Gewinn noch bei 3,257 Milliarden Dollar gelegen. Der Gewinn je Aktie zu Wiederbeschaffungskosten (EPS-CCS) stieg bei Shell von 8,4 auf 8,8 Pence. Bei Royal Dutch erhöhte er sich von 0,84 auf 0,92 Euro.

Analysten: Exploration UND Produktion EIN 'Echtes Problem'

Die Explorations- und Produktions-Einnahmen seien im zweiten Quartal aufgrund von Abschreibungen um 3 Prozent gesunken, teilte Shell weiter mit. Die Öl- und Gasproduktion sei um 5 Prozent gefallen. Für das Gesamtjahr geht der Konzern von einer Produktion von 3,7 bis 3,8 Millionen Barrel (je 159 Liter) Öl oder Öläquivalente pro Tag aus. In 2005 sei mit einem Rückgang auf 3,5 bis 3,8 Millionen zu rechnen, hieß es.

Analysten zeigten sich besorgt über die Entwicklung. Der Bereich Exploration und Produktion werde zu einem "echten Problem", sagte Analyst Bruce Evers von Investec. Bis 2007 werde die Produktion "so flach wie ein Pfannkuchen" sein. Der Rückgang des Bereichs habe "schwer enttäuscht", hieß es bei SNS Securities.

Shell will die Halbjahresdividende um 2,5 Prozent auf 6,25 Pence je Aktie anheben. Im Zusammenhang mit verschiedenen Verfahren wegen der Falschbewertung von Ölreserven ist der Konzern zu Strafzahlungen bereit. An die britische Aufsichtsbehörde werde ohne Anerkennung einer Schuld eine Summe von 17 Millionen Pfund gezahlt, teilte Shell mit. Die US-Behörde SEC erhalte eine Strafzahlung von 120 Millionen US-Dollar.

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