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ROUNDUP: Siemens-Chef von Pierer gibt Führung zur HV im Januar an Kleinfeld abDPA-Datum: 2004-07-07 17:24:28

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Siemens-Chef < SIE.ETR > Heinrich von Pierer will den Vorstandsvorsitz im Januar 2005 nach 13 Jahren an der Spitze an Klaus Kleinfeld abgeben. Von Pierer wolle mit der Hauptversammlung am 27. Januar in den Aufsichtsrat wechseln und den Vorsitz des Kontrollgremiums übernehmen, kündigte Siemens am Mittwoch überraschend an. Kleinfeld (46), welcher derzeit für das Arbeitsgebiet Information und Kommunikation verantwortlich ist, soll zum 1. August bereits stellvertretender Vorstandsvorsitzender von Siemens werden.

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Siemens-Chef < SIE.ETR > Heinrich von Pierer will den Vorstandsvorsitz im Januar 2005 nach 13 Jahren an der Spitze an Klaus Kleinfeld abgeben. Von Pierer wolle mit der Hauptversammlung am 27. Januar in den Aufsichtsrat wechseln und den Vorsitz des Kontrollgremiums übernehmen, kündigte Siemens am Mittwoch überraschend an. Kleinfeld (46), welcher derzeit für das Arbeitsgebiet Information und Kommunikation verantwortlich ist, soll zum 1. August bereits stellvertretender Vorstandsvorsitzender von Siemens werden.

Nach Ankündigung des Wechsels stieg die Aktie am Nachmittag aus der Verlustzone und gewann 0,65 Prozent auf 57,22 Euro. Der deutsche Leitindex DAX < DAX.ETR > gewann zugleich 0,04 Prozent auf 3.946,28 Punkte. Händler äußerten sich zu der Nachfolge von Siemens-Chef Heinrich von Pierer positiv. "Kleinfeld ist als Strukturierer bekannt", sagte Oliver Opgen-Rhein von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Von Pierers Vertrag wäre eigentlich mit Ende des Geschäftsjahres zum 30. September dieses Jahres ausgelaufen. Er hatte aber bereits angedeutet, dass er den Vertrag noch einmal verlängern wollte. In Branchenkreisen war damit gerechnet worden, dass er bis zur Hauptversammlung 2006 weitermacht.

LAMPRECHT, GANSWINDT TRETEN IN DEN VORSTAND EIN

Zum 1. Oktober wird der Siemens-Vorstand eine neue Struktur erhalten und aus neun Mitgliedern bestehen. Thomas Ganswindt und Rudi Lamprecht werden für den Zentralvorstand vorgeschlagen und dort den designierten Vorstandschef Klaus Kleinfeld, Finanzchef Heinz-Joachim Neubürger, Personalvorstand Jürgen Radomskis sowie Johannes Fendmayer, Uriel Sharef und Klaus Wucherer ergänzen.

Ganswindt soll von Kleinfeld die Verantwortung für die IC-Bereiche übernehmen. Lamprecht ist für die Betreuung der Region Afrika, Naher und Mittlerer Osten und GUS vorgesehen.

MOBILFUNK- UND FESTNETZSPARTEN WERDEN ZUSAMMEN GELEGT

Ebenfalls zu diesem Datum werden die Unternehmensbereiche IC Mobile (Mobilfunk) und IC Networks (Festnetz) unter der Führung von Lothar Pauly zusammengelegt. Die Zusammenlegung der Telekommunikations-Bereiche gilt als eine der größten Umstrukturierungen bei Siemens in den vergangenen Jahren. "Das wird als erster Schritt für eine Restrukturierung des Konzerns gesehen", sagte ein Händler.

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