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ROUNDUP: Softwarehersteller schockieren den Markt mit GewinnwarnungenDPA-Datum: 2004-07-07 18:52:33

FRANKFURT (dpa-AFX) - Eine Reihe von Softwarehäusern hat mit Gewinnwarnungen für das zweite Quartal die Märkte in den USA und Europa geschockt. Auf Umsatz- und Gewinnseite seien die Erwartungen nicht mehr zu halten, berichteten Unternehmen wie PeopleSoft, Secure Computing, Ascential oder Kana am Dienstag und Mittwoch. Die Kurse der meisten Softwarehersteller brachen daraufhin ein. Auch in Deutschland wurde die SAP-Aktie < SAP.ETR > von dem Rutsch erfasst und fiel um 2,5 Prozent auf 127,66 Euro.

FRANKFURT (dpa-AFX) - Eine Reihe von Softwarehäusern hat mit Gewinnwarnungen für das zweite Quartal die Märkte in den USA und Europa geschockt. Auf Umsatz- und Gewinnseite seien die Erwartungen nicht mehr zu halten, berichteten Unternehmen wie PeopleSoft, Secure Computing, Ascential oder Kana am Dienstag und Mittwoch. Die Kurse der meisten Softwarehersteller brachen daraufhin ein. Auch in Deutschland wurde die SAP-Aktie < SAP.ETR > von dem Rutsch erfasst und fiel um 2,5 Prozent auf 127,66 Euro.

PEOPLESOFT: KAMPF GEGEN ORACLE-ÜBERNAHME SCHWÄCHT

Als größter Spieler unter den Betroffenen erwartet der weltweit zweitgrößte Unternehmenssoftware-Hersteller PeopleSoft < PSFT.NAS > < PSF.FSE > im zweiten Quartal einen deutlich unter den Analysten-Erwartungen liegenden Umsatz und Gewinn und begründet das Ergebnis mit dem Abwehrkampf gegen das Übernahmeangebot des Konkurrenten Oracle. Die Aktie fiel bis zum Nachmittag um 2,73 Prozent auf 16,36 Dollar.

Der Pro-Forma-Gewinn je Aktie beträgt nach vorläufigen Berechnungen zwischen 0,13 und 0,15 Dollar (Vorjahr: 0,21 USD). Analysten waren im Schnitt von 0,21 Dollar pro Titel ausgegangen. Der SAP < SAP.ETR > - und Oracle < ORCL.NAS > < ORC.FSE > -Konkurrent erwartet zudem einen Gesamtumsatz von 655 bis 665 Millionen Dollar verglichen mit Expertenprognosen bei 690,02 Millionen Dollar.

PeopleSoft-Chef Craig Conway begründete die unerwartet schwachen Ergebnisse mit der seit Monaten tobenden Abwehrschlacht gegen das mehrfach aufgestockte Übernahmeangebot von Oracle. "Zwar konnten wir unsere finanziellen Ziele treffen oder übertreffen, seit Oracle das feindliche Übernahmeangebot vor mehr als einem Jahr abgeben hat. Aber es war uns unmöglich, die weit reichende Öffentlichkeit bei dem Monopolverfahren im Juni, dem letzten Monat des zweiten Quartals, vollständig zu überwinden", sagte er.

KANA, ASCENTIAL, SECURE COMPUTING ENTTÄUSCHEN

Am Dienstagabend hatten noch weitere Softwareunternehmen Gewinnwarnungen verbreitet. Secure Computing, Ascential und Kana werden alle das angepeilte Gewinnniveau verfehlen. Kana-Aktien < KANA.NAS > < KAAA.FSE > fielen am Mittwoch um bis zu 26 Prozent auf 1,56 Dollar, nachdem das Unternehmen angekündigt hatte, der Verlust im zweiten Quartal werde mit 16 bis 20 Cent je Aktie deutlich über den Markterwartungen von 7 Cent liegen.

Aktien des Konkurrenten Ascential < ASCL.NAS > < IX6A.FSE > sackten um 15 Prozent auf 9,70 Dollar. Grund war die Gewinnprognose von 4 bis 5 Cent je Aktie im Quartal zum Ende Juni, welche die Wall-Street-Erwartungen von 10 Cent je Aktie unterbietet.

Secure Computing < SRC.NAS > < SEC.FSE > , ein Unternehmen, welches auf Sicherheitssoftware spezialisiert ist, stellte für das zweite Quartal zwischen 5 und 6 Cent Gewinn in Aussicht und verfehlt damit die 9 Cent-Prognose der von First Call befragten Analysten. Das Geschäft mit Regierungsbehörden brach im Juni-Quartal um 40 Prozent ein. Der Kurs stürzte um 36 Prozent auf 6,37 Dollar.

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