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ROUNDUP: STADA reduziert Prognosen für 2004 - Aktie bricht ein

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Generikahersteller STADA hat auf Grunddes sich verschärfenden Preiswettbewerbs und einer schwächeren Nachfrage ineinigen wichtigen Märkten seine Prognosen für das laufende Geschäftsjahrreduziert. Das angestrebte prozentuale zweistellige Umsatzwachstum sei zwarunverändert möglich, aber nicht mehr sicher, sagte Vorstandschef HartmutRetzlaff am Dienstag auf der Hauptversammlung des MDAX-Unternehmens inFrankfurt. Beim Konzerngewinn dürfte STADA nur noch das Vorjahresniveauerreichen. Auch hier hatte die STADA Arzneimittel AG ursprünglich mit einemzweistelligen Plus kalkuliert. An der Börse brach der Kurs der Aktiezwischenzeitlich um mehr als 15 Prozent ein. Händler sprachen angesichts derPrognose-Senkung von einer "bösen Überraschung."

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Generikahersteller STADA hat auf Grunddes sich verschärfenden Preiswettbewerbs und einer schwächeren Nachfrage ineinigen wichtigen Märkten seine Prognosen für das laufende Geschäftsjahrreduziert. Das angestrebte prozentuale zweistellige Umsatzwachstum sei zwarunverändert möglich, aber nicht mehr sicher, sagte Vorstandschef HartmutRetzlaff am Dienstag auf der Hauptversammlung des MDAX-Unternehmens inFrankfurt. Beim Konzerngewinn dürfte STADA nur noch das Vorjahresniveauerreichen. Auch hier hatte die STADA Arzneimittel AG ursprünglich mit einemzweistelligen Plus kalkuliert. An der Börse brach der Kurs der Aktiezwischenzeitlich um mehr als 15 Prozent ein. Händler sprachen angesichts derPrognose-Senkung von einer "bösen Überraschung."

Retzlaff gab als Grund unter anderem die Belastungen durch dieModernisierung der gesetzlichen Krankenversicherung (GMG) an. Das seit Januargültige Gesetz habe die Rabattschlachten verschärft. "Insbesondere inDeutschland beobachten wir seit einigen Wochen im Generikageschäft in derApotheke ein besorgniserregendes Rabattniveau." Eine zusätzliche Belastungstelle die unerwartet schwache Nachfrage nach einigen Kernprodukten in wichtigenMärkten wie Deutschland, Italien oder den USA dar. In einem normalen Jahr hättendiese Effekte ausgeglichen werden können, sagte Retzlaff. Durch das GMG seienaber bereits alle Möglichkeiten aufgezehrt gewesen.

ZWANGSRABATTE VERSCHÄRFEN LAGE

Die durch das Gesetz bedingte Ausweitung der Zwangsrabatte werde in 2004Einbußen von "deutlich über 20 Millionen Euro" zur Folge haben, sagte derVorstandschef. Bereits im vergangenen Jahr hätten die Rabatte zu einerErgebnisminderung von 7,9 Millionen Euro geführt. Von der Ausweitung derZwangsrabatte seien bei STADA über 20 Wirkstoffe betroffen, darunter auch dasTop-Produkt Omeprazol. Zugleich verzögere sich die Einführung so genannterFestbeträge für die betroffenen Wirkstoffe immer wieder aufs Neue. "Dieverzögerte Umsetzung des Gesetzes und die überzogenen Marktreaktionen habendurchaus Albtraumcharakter."

Das aktuelle zweite Quartal sei bislang "nicht zufrieden stellend"verlaufen, sagte Retzlaff weiter. In den ersten fünf Monaten des Jahres sei derKonzernumsatz nur um 7 Prozent gewachsen. Im ersten Quartal war noch einWachstum von 12 Prozent auf 202,4 Millionen verzeichnet worden. Zwar würden dieEntwicklungsprojekte uneingeschränkt fortgeführt, betonte Retzlaff. DerWachstumskurs von STADA werde sich dennoch vorübergehend verlangsamen. "Einmöglicher Lichtblick ist, dass sich die Belastungen aus heutiger Sicht in 2005doch etwas verringern könnten."

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2003 hatte STADA zum achten Mal in FolgeRekordwerte bei Umsatz und Gewinn ausgewiesen. Der Umsatz wuchs gegenüber demVorjahr um 18 Prozent auf 745,21 Millionen Euro und der Konzerngewinn um 25Prozent auf 43,87 Millionen Euro. An die Aktionäre will das Unternehmen für 2003eine um 5 Cent höhere Dividende von 0,70 Euro je Aktie ausschütten.

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