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ROUNDUP: Streit um mögliche Ansiedlung von Easyjet in Hannover spitzt sich zuDPA-Datum: 2004-07-02 13:59:20

HANNOVER (dpa-AFX) - Der Streit um eine mögliche Ansiedlung von Europas zweitgrößtem Billigflieger easyJet < EZJ.ISE > < EJT.FSE > am Flughafen Hannover spitzt sich zu. Der Reisekonzern TUI < TUI.ETR > droht mit der Verlagerung seines Ferienfliegers Hapag-Lloyd Flug (HLF), falls easyJet nach Hannover kommt, wie eine TUI-Sprecherin am Freitag sagte. Sie bestätigte damit entsprechende Medienberichte. Von einem Weggang des Ferienfliegers wären bis zu 1.100 Arbeitsplätze am Flughafen betroffen. Zuvor hatten bereits der TUI-Billigflieger Hapag-Llyod-Express sowie die Billigflieger Air Berlin und German Express mit einem Rückzug gedroht, wenn auch easyJet von Hannover starte.

HANNOVER (dpa-AFX) - Der Streit um eine mögliche Ansiedlung von Europas zweitgrößtem Billigflieger easyJet < EZJ.ISE > < EJT.FSE > am Flughafen Hannover spitzt sich zu. Der Reisekonzern TUI < TUI.ETR > droht mit der Verlagerung seines Ferienfliegers Hapag-Lloyd Flug (HLF), falls easyJet nach Hannover kommt, wie eine TUI-Sprecherin am Freitag sagte. Sie bestätigte damit entsprechende Medienberichte. Von einem Weggang des Ferienfliegers wären bis zu 1.100 Arbeitsplätze am Flughafen betroffen. Zuvor hatten bereits der TUI-Billigflieger Hapag-Llyod-Express sowie die Billigflieger Air Berlin und German Express mit einem Rückzug gedroht, wenn auch easyJet von Hannover starte.

Die TUI-Sprecherin sagte, sollte easyJet nach Hannover kommen, "werden wir generell unser Konzern-Engagement" am Flughafen überdenken. Es gäbe dann mehrere Optionen, dazu zähle auch eine komplette Verlagerung.

Flughafen-Sprecher Sönke Jacobsen sagte am Freitag, der Airport sei weiter an einer "konstruktiven Lösung" interessiert. Es seien Gespräche auch mit der TUI geplant. Am Donnerstag hatte der Aufsichtsrat des Flughafens trotz des Protestes der anderen Billigflieger grünes Licht für weitere Verhandlungen mit easyJet geben. Eine Entscheidung über eine Ansiedlung soll noch in diesem Jahr fallen. Ziel sei es, den Anteil von derzeit zehn Prozent Billigflugpassagieren auf ein Viertel zu steigern. Der Flughafen hatte 2003 mehr als fünf Millionen Passagiere. Damit ist Hannover der achtgrößte deutsche Airport.

POLITIK MISCHT MIT

Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) hatte bereits gefordert, der Flughafen Hannover dürfe nicht versuchen, eine Gesellschaft an den Flughafen zu binden und dafür andere zu verlieren. Das Land ist mit einem Anteil von 35 Prozent Gesellschafter des Flughafens. Auch die Stadt Hannover hält 35 Prozent. Dritter Gesellschafter ist der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport mit 30 Prozent.

Der Reisekonzern TUI argumentiert, der Flughafen Hannover vertrage keinen weiteren starken Billigflieger mehr. Dafür seien die Wirtschaftskraft und das Einzugsgebiet zu schwach. Die TUI-Tochter Hapag Express-Lloyd favorisiert bei einem Weggang aus Hannover einen massiven Ausbau des Angebots am Flughafen Hamburg.

Der britische Billigflieger easyJet hatte Gespräche mit dem Flughafen Hannover bestätigt. Es sei bekannt, dass die Airline ihr Geschäft Jahr für Jahr deutlich ausbauen wolle. In diesem Zusammenhang sei easyJet daran interessiert, auch von zusätzlichen deutschen Flughäfen zu starten. easyJet war vor zwei Monaten mit einer massiven Attacke in den deutschen Markt gestartet. Der Billigflieger bietet derzeit Flüge von Berlin, Köln/Bonn sowie Dortmund an.

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