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Roundup Trichet: Hoher Ölpreis könnte Wachstum dämpfen - EZB 'sehr wachsam'

Der hohe Ölpreis könnte nach Einschätzung von EZB-Präsident Jean-Claude Trichet den Aufschwung in der Eurozone belasten. Der Ölpreis verursache hohe Unsicherheit und könne sich dämpfend auf das Wirtschaftswachstum auswirken, sagte der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag in Brüssel. Trotz der hohen Ölpreise hält die Konjunkturerholung im Euroraum nach den Worten Trichets an. Gleichwohl sei die Wirtschaft heute weniger anfällig für steigende Ölpreise als früher. Die EZB bleibe aber sehr wachsam.

dpa-afx BRÜSSEL. Der hohe Ölpreis könnte nach Einschätzung von EZB-Präsident Jean-Claude Trichet den Aufschwung in der Eurozone belasten. Der Ölpreis verursache hohe Unsicherheit und könne sich dämpfend auf das Wirtschaftswachstum auswirken, sagte der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag in Brüssel. Trotz der hohen Ölpreise hält die Konjunkturerholung im Euroraum nach den Worten Trichets an. Gleichwohl sei die Wirtschaft heute weniger anfällig für steigende Ölpreise als früher. Die EZB bleibe aber sehr wachsam.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte zuvor den Leitzins wie von Volkswirten erwartet bei 2,00 Prozent belassen. Seit Juni 2003 liegt der Leitzins in der Eurozone damit unverändert bei 2,00 Prozent. Die Entscheidung sei im EZB-Rat im großen Einvernehmen getroffen worden.

Preisaussichten IM Einklang MIT EZB-Zielen

Die Preisaussichten blieben mittelfristig im Einklang mit den EZB-Zielen, sagte Trichet. Allerdings dürfte die Inflationsrate im Jahresdurchschnitt 2004 über der Zielmarke von 2,0 Prozent liegen, bis zu der laut EZB-Definition Preisstabilität herrscht. 2005 dürfte die Rate wieder unter dieser Marke fallen.

Falls der hohe Ölpreis auf dem derzeitigen Niveau verharre, dann seien die Auswirkungen für für Wachszum und Inflation sind nach Einschätzung von Trichet "nicht vernachlässigbar". Da die Lohn- und Gehaltsentwicklung in der Eurozone bislang moderat geblieben sei, sei die Gefahr von Zweitrundeneffekten aber noch gering. Wichtig sei es, das Aufkommen von Zweitrundeneffekten zu verhindern. Die EZB habe insbesondere die Aufgabe, die Inflationserwartungen zu dämpfen. Nur so könne die EZB das Ziel von Preisstabilität erreichen und die Voraussetzungen für Wirtschaftswachstum schaffen.

Zuverlässige Haushaltszahlen

Trichet betonte die Wichtigkeit von Haushaltsdaten. Diese müssten zuverlässig sein und rechtzeitig geliefert werden. Griechenland hatte in den vergangen Jahren seine Haushaltsdaten offensichtlich geschönt. Der EZB-Präsident sprach sich erneut für die Beibehaltung des europäischen Stabiltätspaktes aus.

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