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ROUNDUP: US-Daten überwiegend enttäuschend - Experten: USA weiter auf Kurs

WASHINGTON (dpa-AFX) - Die US-Wirtschaft bleibt nach Einschätzung von Volkswirten trotz der am Donnerstag veröffentlichten überwiegend enttäuschenden Konjunkturdaten weiter auf einem robusten Wachstumskurs. Der Rückgang der Auftragseingänge und der leichte Anstieg der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe dürfe nicht überinterpretiert werden, sagte DekaBank-Volkswirt Holger Bahr am Donnerstag der dpa-AFX. Gleichwohl legten der Kurs des Euro zum US-Dollar < EURUS.FX1 > und die Rentenmärkte deutlich zu.

WASHINGTON (dpa-AFX) - Die US-Wirtschaft bleibt nach Einschätzung von Volkswirten trotz der am Donnerstag veröffentlichten überwiegend enttäuschenden Konjunkturdaten weiter auf einem robusten Wachstumskurs. Der Rückgang der Auftragseingänge und der leichte Anstieg der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe dürfe nicht überinterpretiert werden, sagte DekaBank-Volkswirt Holger Bahr am Donnerstag der dpa-AFX. Gleichwohl legten der Kurs des Euro zum US-Dollar < EURUS.FX1 > und die Rentenmärkte deutlich zu.

Die Auftragsdaten seien sehr schwankungsanfällig und die Arbeitsmarktdaten blieben trotz des Anstiegs weiter auf einem relativ komfortablen Niveau, sagte Bahr. Eine neue Schwäche in der Industrie oder eine echte Entlassungswelle sei nicht zu erkennen. Er halte an seiner US-Wachstumsprognose für das Gesamtjahr von 4,7 Prozent fest. Im zweiten Halbjahr werde sich das Wachstumstempo allerdings etwas abschwächen.

DATEN NICHT ÜBERBEWERTEN

Auch die Commerzbank mahnt zur Gelassenheit. Trotz des enttäuschenden Rückgangs im Mai werde sich der positive Trend bei den US-Auftragseingängen in den kommenden Monaten fortsetzen. Die Experten begründen dies mit der weiterhin positive Stimmung bei den Unternehmen, den steigenden Gewinnen und der weiter sehr dynamisch wachenden gesamtwirtschaftliche Nachfrage.

Die jüngsten Daten sind der Commerzbank zufolge zwar enttäuschend, der Rückgang im Mai sollte angesichts der Schwankungsanfälligkeit der Auftragseingänge aber "nicht überbewertet" werden. Der Rückgang im Mai um 1,6 Prozent zum Vormonat sei "nur eine Korrektur" der kräftigen Zuwächse im März. Ohnehin stünden bei den Unternehmen wohl weiterhin Ersatzinvestitionen im großen Umfang an.

IMMOBILIENBOOM UNGEBROCHEN

Die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe ist unterdessen wieder leicht gestiegen. Die Zahl kletterte nach Angaben des US-Arbeitsministeriums in der vergangenen Woche um 13.000 auf 349.000. "Echte Sorgen sind aber erst bei einem deutlich höheren Niveau gerechtfertigt", sagte Bahr.

Der US-Immobilienmarkt ist unterdessen angesichts der in der kommenden Woche erwarteten Leitzinswende robust. Die Zahl der Neubauverkäufe kletterte im Mai auf einen neuen Rekordstand. Volkswirte machen insbesondere Vorzieheffekte für den anhaltenden Boom verantwortlich.

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