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ROUNDUP USA: Haushaltsdefizit sinkt im Mai unerwartet deutlich - Mehr Schulden

WASHINGTON (dpa-AFX) - Das Haushaltsdefizit der USA hat sich im Maiüberraschend deutlich verringert. Es schrumpfte von 88,9 Milliarden Dollar einJahr zuvor auf 62,5 Milliarden Dollar, wie das US-Finanzministerium amDonnerstag meldete.

WASHINGTON (dpa-AFX) - Das Haushaltsdefizit der USA hat sich im Maiüberraschend deutlich verringert. Es schrumpfte von 88,9 Milliarden Dollar einJahr zuvor auf 62,5 Milliarden Dollar, wie das US-Finanzministerium amDonnerstag meldete.

Das Defizit war damit kleiner als zuvor vom Haushaltsausschuss desKongresses angenommen. Er hatte ein Defizit von 65 Milliarden Dollarprognostiziert. Das Gremium betonte aber nach Vorlage der Budgetdaten, dasgeschrumpfte Defizit sei kein Zeichen einer fundamentalen Verbesserung.

Die Ausgaben sanken im Mai gegenüber dem Vorjahresmonat um 7,5 Prozent auf177,9 Milliarden Dollar. Die Einnahmen stiegen um 11,6 Prozent auf 115,5Milliarden Dollar.

GRÖSSERES DEFIZIT IM BISHERIGEN FISKALJAHR

Seit Anfang dieses Haushaltsjahres, also seit Oktober, haben die VereinigtenStaaten ein Defizit von 344,3 Milliarden Dollar angehäuft. Das sei eine größereKluft als das 290,9-Milliarden-Dollar-Defizit in den ersten acht Monaten desvorigen Fiskaljahres, meldete das Finanzministerium. Im abgelaufenenHaushaltsjahr (Ende September 2003) belief sich das Defizit auf etwa 410Milliarden Dollar.

Präsident George Bush will das Defizit bis zum Jahr 2009 auf 237 MilliardenDollar verringern. Dies wäre weniger als die Hälfte des für das laufende Jahrgeschätzte Haushaltsloch. Der Haushaltsausschuss des Kongresses meldete, dasJahresdefizit werde wohl geringer als die von dem Gremium veranschlagten 477Milliarden Dollar ausfallen, da die Steuereinnahmen höher seien als erwartet.

MEHR SCHULDEN IM 1. QUARTAL

Unterdessen meldete die Notenbank, dass die Schulden in den VereinigtenStaaten im ersten Quartal um auf das Jahr hoch gerechnet 8,6 Prozent gestiegensind. Damit beschleunigte sich die Verschuldung gegenüber dem vorangegangenenJahresviertel. Im Schlussquartal des Vorjahres war der Schuldenberg um 6,4Prozent angewachsen.

Die Bundesschulden wuchsen im Berichtzeitraum um 11,6 Prozent, während dieSchulden der Privathaushalte um 10,9 Prozent stiegen. Der Anstieg derVerbindlichkeiten war in allen Sektoren der stärkste seit dem zweiten Quartal2003 sowie der zweitschnellste während der Erholungsphase, die im November 2001begonnen hatte.

Kritiker der Steuer- und der Geldpolitik der Vereinigten Staaten bemängeln,dass das Wirtschaftswachstum des Landes mittlerweile zu stark von derMöglichkeit einer günstigen Kreditaufnahmen abhänge. Die US-Notenbank istdagegen der Ansicht, dass der Schuldenstand nicht beunruhigend sei. Denn dieVermögenswerte seien noch stärker gestiegen als die Schulden.

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