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ROUNDUP USA: Zinserhöhung rückt nach deutlichem Verbraucherpreisanstieg näher

WASHINGTON (dpa-AFX) - Nach dem stärksten Preisanstieg in den USA seit mehrals drei Jahren hat an den Finanzmärkten die Spekulation um eine deutlicheZinserhöhung der US-Notenbank noch in diesem Monat genährt. Nach diesen Datensei die Leitzins-Erhöhung Ende des Monats praktisch beschlossene Sache, sagtenVolkswirte. Der Offenmarktausschuss der Notenbank entscheidet am 30. Juni überdie Leitzinsen, die seit Juni 2003 auf dem Rekordtief von 1,0 Prozent liegen.

WASHINGTON (dpa-AFX) - Nach dem stärksten Preisanstieg in den USA seit mehrals drei Jahren hat an den Finanzmärkten die Spekulation um eine deutlicheZinserhöhung der US-Notenbank noch in diesem Monat genährt. Nach diesen Datensei die Leitzins-Erhöhung Ende des Monats praktisch beschlossene Sache, sagtenVolkswirte. Der Offenmarktausschuss der Notenbank entscheidet am 30. Juni überdie Leitzinsen, die seit Juni 2003 auf dem Rekordtief von 1,0 Prozent liegen.

Wie das US-Arbeitsministerium am Dienstag in Washington mitteilte, stiegder Verbraucherpreisindex im Mai um 0,6 Prozent nach 0,2 Prozent im Vormonat.Das ist der stärkste Anstieg seit Januar 2001. Volkswirte hatten lediglich miteinem Zuwachs um 0,4 Prozent gerechnet. Preistreiber waren vor allem diedeutlich gestiegenen Benzinpreise, die um 8,1 Prozent zulegten. Die Kernrate,die die besonders schwankungsanfälligen Energie- und Nahrungsmittelpreiseausklammert, erhöhte sich wie von Analysten erwartet um 0,2 Prozent.

Der Eurokurs stieg nach Bekanntgabe der Verbraucherpreisdatenauf sein Tageshoch von 1,2121 Dollar, nachdem er kurz zuvor noch um 1,2050Dollar gependelt hatte. Auch der Bund-Future erreichte nachden Konjunktrdaten sein Tageshoch von 112,45 Zählern.

LAGERBESTÄNDE STEIGEN

Unterdessen sind die Lagerbestände der amerikanischen Industrie- undHandelsunternehmen im April stärker als erwartet gestiegen. Sie legten gemessenam Vormonat um 0,5 Prozent und damit zum achten Mal in Folge zu, wie dasUS-Wirtschaftsministerium am Dienstag in Washington mitteilte. Analysten hattenim Durchschnitt mit einem Zuwachs von 0,4 Prozent gerechnet. Im März waren dieLagerbestände noch um 0,7 Prozent gestiegen.

Gleichzeitig sanken die Umsätze den Angaben nach um 0,1 Prozent und damiterstmals seit acht Monaten. Im Vormonat war noch ein Rekordanstieg von revidiert3,2 Prozent ermittelt worden. Das Verhältnis von Lagerbeständen zu Umsätzenverharrte auf seinem Rekordtief von 1,30. Experten gehen davon aus, dass sichbei einem niedrigem Verhältnis zwischen Lagerbeständen und Verkäufen eineanziehende Nachfrage schneller in Bestellungen niederschlägt.

EMPIRE-INDEX VERHARRT AUF VORMONATSNIVEAU

Der US-Geschäftsklimaindex Empire State Manufacturing ist im Juni entgegenden Erwartungen nicht gestiegen. Der Index habe mit 30,2 Punkten auf dem Niveauvon Mai verharrt, teilte die regionale Vertretung der US-Notenbank in New Yorkam Dienstag mit. Von CBS MarketWatch befragte Experten hatten hingegen imDurchschnitt einen Anstieg auf 31,2 Punkte erwartet.

Der Empire-State-Index misst die Geschäftstätigkeit des produzierendenGewerbes im Staat New York. Ein Indexstand über Null deutet eine Ausweitung derAktivität an. Der Index gilt er als guter Vorlaufindikator für denPhiladelphia-Fed-Index (Philly Fed). Dieser wird an diesem Donnerstagveröffentlicht.

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