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Roundup Vermögensverwalter Ehrhardt: USA ist 'echte Bremse für Weltwirtschaft'

Die Vereinigten Staaten sind nach Meinung des Vermögensverwalters Jens Ehrhardt derzeit "eine echte Bremse für die Weltwirtschaft". Vor allem den hohen Schuldenstand in den USA bewertete der Vorstandsvorsitzende der Fondsgesellschaft Dr. Jens Ehrhardt Kapital AG am Donnerstag in Frankfurt mit großer Skepsis. "Mehr verschulden kann man sich eigentlich nicht", sagte er.

dpa-afx FRANKFURT. Die Vereinigten Staaten sind nach Meinung des Vermögensverwalters Jens Ehrhardt derzeit "eine echte Bremse für die Weltwirtschaft". Vor allem den hohen Schuldenstand in den USA bewertete der Vorstandsvorsitzende der Fondsgesellschaft Dr. Jens Ehrhardt Kapital AG am Donnerstag in Frankfurt mit großer Skepsis. "Mehr verschulden kann man sich eigentlich nicht", sagte er.

Einen Antrieb für die Weltwirtschaft sieht er dagegen eher in Asien. "Die Auslandsgelder werden nach Asien gehen", sagte Ehrhardt. Hierfür sprächen unter anderem die niedrigen Arbeitskosten und die guten demografischen Voraussetzungen. Gleichzeitig betonte er, Asien sei nur ein Teilmarkt. "Ob wir den richtigen Zeitpunkt haben, um da groß reinzugehen, weiß ich auch nicht", sagte er. Lohnen würde sich jedenfalls ein Investment als Beimischung.

'Europäische Märkte Werden ZU Pessimistisch Gesehen'

Zu pessimistisch wird seiner Ansicht nach die Entwicklung in Europa betrachtet. "Europa wird gerne als kranker Mann gesehen", sagte er. Ehrhardt sieht dagegen die weitere Entwicklung der europäischen Märkte von einer "Seitwärtsdynamik" getrieben.

Als ziemliche Bremse erweist sich seiner Ansicht nach ein hoher Realzins. Gerade in Deutschland werde sich die Schere zwischen niedriger Inflationsrate und höherem Realzins weiter öffnen, prognostizierte er. Als Wachstumsmotor für die Wirtschaft betrachtet er hingegen weiter den Export.

Auch wenn der Finanzexperte die weltweite Konjunkturentwicklung nach eigenen Angaben eher gemischt sieht, warnt er gleichzeitig vor zu großem Pessimismus. Man sollte die Märkte nicht zu negativ beurteilen", sagte Ehrhardt. "Auf vieles, was in den Zeitungen steht, haben sich die Anleger schon eingestellt." Aus technischer Sicht seien die Märkte weder überspekuliert noch zu teuer.

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