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Roundup Versicherer: Belastungen durch Erdbeben in Asien noch nicht absehbar

Die Auswirkungen des verheerenden Bebens in Südostasien auf die Versicherungsbranche sind bislang noch nicht abzuschätzen. In ersten Stellungnahmen am Montag hieß es aber überwiegend, dass sich die Folgen eher in Grenzen halten dürften. Die Aktien der Versicherer gaben dennoch nach.

dpa-afx FRANKFURT. Die Auswirkungen des verheerenden Bebens in Südostasien auf die Versicherungsbranche sind bislang noch nicht abzuschätzen. In ersten Stellungnahmen am Montag hieß es aber überwiegend, dass sich die Folgen eher in Grenzen halten dürften. Die Aktien der Versicherer gaben dennoch nach. Nach aktuellen Berichten sind bei den durch ein Beben ausgelösten Flutwellen in Indien, Sri Lanka, Indonesien und anderen Ländern Südostasiens mehr als 22 000 Menschen ums Leben gekommen.

Das Beben werde voraussichtlich "keine signifikanten Auswirkungen" auf das Ergebnis haben, sagte eine Sprecherin der Allianz am Montag in Singapur auf Anfrage. Mit genaueren Zahlen sei allenfalls in einigen Tagen zu rechnen. In den betroffenen Ländern ist die Allianz unter anderem in Thailand, Malaysia und Indonesien aktiv.

Bislang gebe es keine verlässlichen Zahlen, sagte ein Sprecher der Hannover Rück . Auch bei der Münchener Rück hieß es, Prognosen oder erste Schätzungen seien derzeit nicht möglich. Am 29. Dezember sei allerdings ein Jahresrückblick geplant. Bei dieser Gelegenheit werde der weltgrößte Rückversicherer möglicherweise auch auf das Beben in Asien eingehen.

Aktien DER Versicherer Geben Nach

"Die finanziellen Folgen für Versicherer und Rückversicherer dürften nicht sehr gravierend sein", sagte ein Analyst. Nach ersten Erkenntnissen seien beispielsweise eher Touristikeinrichtungen und nicht so sehr Industrieanlagen betroffen. Deshalb dürften eher auch die Touristikveranstalter die Folgen des Bebens zu spüren bekommen. Allerdings gebe es derzeit noch keine genauen Erkenntnisse zur Schadenssumme.

Ein anderer Analyst bestätigte diese Einschätzung. Es seien von der Katastrophe eher ärmere Länder betroffen. Es sei unklar, was dort überhaupt versichert sei. "Das kann man nicht mit den Hurrikans über Florida vergleichen". Voraussichtlich dürften vor allem die asiatischen Versicherer betroffen sein. Für konkretere Aussagen sei es zum jetzigen Zeitpunkt aber noch zu früh.

Titel der Allianz verloren bis zur Mittagszeit 0,21 Prozent auf 97,64 Euro, die Papiere der Münchener Rück gaben um 1,81 Prozent auf 89,84 Euro nach und die Hannover Rück-Aktien büßten 1,49 Prozent auf 28,44 Euro ein. Die Konzerne hatten in diesem Jahr bereits unter erheblichen Mehrbelastungen durch ungewöhnlich heftige Wirbelstürme in den USA zu leiden. Diese hatten Milliardenschäden angerichtet.

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