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Roundup Weg für VA-Tech-Übernahme durch Siemens frei - Kapitalerhöhung gekippt

Seit diesem Freitag ist für Siemens der Weg frei für das bereits angekündigte Übernahmeangebot der Siemens AG an die Aktionäre des Technologiekonzerns VA Tech . Zudem meldete VA Tech, die geplante Kapitalerhöhung abzublasen.

dpa-afx MÜNCHEN/WIEN. Seit diesem Freitag ist für Siemens der Weg frei für das bereits angekündigte Übernahmeangebot der Siemens AG an die Aktionäre des Technologiekonzerns VA Tech . Zudem meldete VA Tech, die geplante Kapitalerhöhung abzublasen.

Siemens begrüßte die nächtliche Entscheidung der Übernahmekommission, die einjährige Sperre für ein Angebot mit sofortiger Wirkung aufzuheben. Die Münchener halten sich aber vorerst bedeckt, wann sie eine Offerte auch tatsächlich auf den Tisch legen.

Siemens: Angebot Wird Ausgearbeitet - 55-Euro-Offerte IST Fair

"Einen konkreten Tag wollen wir nicht nennen", sagte ein Siemens-Sprecher. "Wir sind noch dabei, dieses Angebot sorgfältig auszuarbeiten." Das Angebot solle jedoch "zeitnah" an die Übernahmekommission abgegeben werden. Die Kommission habe dann öffentlich zu signalisieren, dass ein Angebot vorliege. Innerhalb von zehn Börsentagen habe sie das Angebot nach formalen und inhaltlichen Kriterien zu prüfen. Erst danach werde es öffentlich gemacht, sagte der Siemens-Sprecher.

Zu dem angekündigten Angebotspreis von 55 Euro pro VA Tech-Aktie sagte er: "Da ist der Deckel drauf. Das Angebot ist fair, und dabei bleibt es auch." Das hatte bereits Siemens-Chef Heinrich von Pierer am Vortag bei Vorlage der Geschäftsjahres-Zahlen 2003/04 bekräftigt.

VA-Tech Notiert Bereits Höher ALS 55 Euro

An der Wiener Börse notierte die VA-Tech-Aktie im Vormittagshandel mit 58,70 Euro bereits um 3,70 Euro oder knapp sieben Prozent über dem von Siemens bisher genannten Preis. Im Markt werde offenbar mit einer substanziellen Nachbesserung gerechnet, hieß es. Siemens-Finanzchef Heinz-Joachim Neubürger hatte dagegen am Vortag gesagt, das Angebot werde nicht aufgestockt.

Seit Tagen herrscht in Medien Rätselraten, ob und um wie viel höher die Offerte ausfallen wird. So spekuliert beispielsweise die "Presse" in ihrer Freitagausgabe mit einem möglichen Preis von 62 Euro und beruft sich dabei auf Finanzkreise. Davor waren sogar Zahlen von mehr als 65 Euro genannt worden.

Von der staatlichen Industrieholding Öiag, die bereits am Mittwoch grundsätzliche Bereitschaft für den Verkauf ihres knapp 15-prozentigen Anteils signalisiert hat, verlautete, einen höheren Preis zu erwarten. Die geplante Akquisition soll über Siemens Österreich erfolgen. Deren Vorstandschef Albert Hochleitner sitze zur Stunde in Beratungen zur "Causa Prima", hieß es am Freitagvormittag.

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