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ROUNDUP: WestLB stellt Flugzeug-Leasing-Sparte zum VerkaufDPA-Datum: 2004-07-02 12:24:52

DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Die WestLB hat den Verkaufsprozess für ihre Flugzeug-Leasing-Sparte eröffnet. Ein Sprecher der Düsseldorfer Großbank bestätigte am Freitag einen entsprechenden Bericht der "Financial Times Deutschland" (FTD). Danach will sich die Bank von ihrer 100-prozentigen Beteiligung an der US Flugzeugleasing-Firma Boullioun trennten. Nicht entschieden sei, ob zunächst nur Teile oder das gesamte Unternehmen abgegeben würden.

DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Die WestLB hat den Verkaufsprozess für ihre Flugzeug-Leasing-Sparte eröffnet. Ein Sprecher der Düsseldorfer Großbank bestätigte am Freitag einen entsprechenden Bericht der "Financial Times Deutschland" (FTD). Danach will sich die Bank von ihrer 100-prozentigen Beteiligung an der US Flugzeugleasing-Firma Boullioun trennten. Nicht entschieden sei, ob zunächst nur Teile oder das gesamte Unternehmen abgegeben würden.

Nach Angaben der FTD könnte die WestLB aus dem Verkauf eine Summe zwischen 300 Millionen und 400 Millionen Euro erlösen. Die Düsseldorfer Bank hatte Boullioun im Jahr 2000 von der Deutschen Bank übernommen und soll dafür 1,2 Milliarden Dollar auf den Tisch geblättert haben. Zu diesen Zahlen äußerte sich der WestLB - Sprecher nicht.

DICKE VERLUSTE

Das Engagement bei Boullioun sowie die hohen Verluste beim britischen TV-Verleiher Boxclever hatten die WestLB in eine tiefe Krise gestürzt. In den beiden vergangenen Jahren summierte sich der Bankverlust auf insgesamt 3,6 Milliarden Euro. In ihrem neuen Geschäftsmodell hat die Bank ihr Auslandsgeschäft deutlich abgespeckt und wird sich künftig verstärkt auf die Sparkassen und mittelständische Kunden konzentrieren.

In der Bilanz 2003 hatte die WestLB Boullioun mit einer Abschreibung von 416 Millionen Euro berücksichtigt. Damit seien alle Risiken abgearbeitet, betonte der Sprecher. Mit dem Verkaufsprozess beauftragte die WestLB die Citigroup. Dabei dürfte die WestLB bestrebt sein, den Verkauf noch vor Ende 2004 abzuschließen, schrieb die Wirtschaftszeitung.

Als ein möglicher Kaufinteressent wurde die Debis Airfinance genannt. An dem Unternehmen ist DaimlerChrysler mit 45 Prozent beteiligt. Durch die Übernahme würde die drittgrößte Flugzeug- Leasinggesellschaft weltweit entstehen.

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